Zoos kämpfen mit Energiekosten – doch erneuerbare Energien bieten Hoffnung
Delia CasparZoos kämpfen mit Energiekosten – doch erneuerbare Energien bieten Hoffnung
Zoos und Wildparks in der gesamten Region kämpfen mit wachsender finanzieller Belastung, da die Energiepreise steigen. Einige haben bereits Maßnahmen ergriffen, um Kosten zu sparen, während andere in erneuerbare Energien investieren, um die Ausgaben im Griff zu halten.
Der Druck durch steigende Energiekosten zwingt manche Einrichtungen dazu, Tiere in andere Einrichtungen zu verlegen. Die Sorge um die Finanzen treibt die Verantwortlichen dazu, nach Alternativen zu suchen, um die Budgets auszugleichen – ohne dabei die Tierpflege zu vernachlässigen.
Im Zoo Braunschweig laufen derzeit Bemühungen, den Einsatz erneuerbarer Energien auszubauen. Eine bestehende 80-kW-Photovoltaikanlage wird um zusätzliche 12 kW erweitert, zudem ist eine 10-kW-Batteriespeichereinheit geplant. Der Zoo setzt außerdem auf ein Mix aus Heizmethoden, darunter ein Blockheizkraftwerk, einen Holzvergaser und einen Pelletkessel. Trotz der finanziellen Engpässe schließen die Verantwortlichen eine Verringerung des Tierbestands aus.
Anderswo hat das Artenschutzzentrum Grasleben auf Solarenergie gesetzt. Neue Photovoltaikmodule decken nun einen Teil des Energiebedarfs wärmeliebender Arten. Der Wildpark Essehof hingegen bleibt dank einer Biomasseheizung relativ unabhängig und hält die Energiekosten auf 6 bis 8 Prozent der Gesamtausgaben. Der Wildpark Stöckheim gibt sogar nur 2,5 Prozent seines Budgets für Energie aus.
Der Umstieg auf erneuerbare Energien hilft einigen Zoos und Parks, die steigenden Kosten zu bewältigen. Investitionen in Solar-, Biomasse- und Speichersysteme sollen langfristige Stabilität sichern. Bisher mussten nur wenige Einrichtungen schwierige Entscheidungen über ihre Tierbestände treffen.






