15 April 2026, 06:43

Merz' Rückkehrofferte für Syrer gefährdet Versorgung in deutschen Krankenhäusern

Schwarze und weiße architektonische Zeichnung des Rosenhof-Krankenhauses in Hamburg, Deutschland, die detaillierte Layout mit zahlreichen Drähten zeigt, die auf elektrische oder strukturelle Pläne hinweisen, begleitet von handschriftlichen Textanmerkungen.

Merz' Rückkehrofferte für Syrer gefährdet Versorgung in deutschen Krankenhäusern

Bundeskanzler Friedrich Merz hat einen Plan vorgelegt, der darauf abzielt, rund 80 Prozent der in Deutschland lebenden Syrer innerhalb von drei Jahren zur Rückkehr in ihre Heimat zu bewegen. Die Initiative hat bei Führungskräften im Gesundheitswesen Besorgnis ausgelöst, da sie befürchten, dass es zu Personalengpässen in Krankenhäusern kommen könnte. Syrische Fachkräfte spielen derzeit eine zentrale Rolle im medizinischen Sektor des Landes.

Syrische Ärztinnen und Ärzte stellen mit 5.745 in Krankenhäusern tätigen Medizinerinnen und Medizinern bis Ende 2024 die größte Gruppe ausländischer Ärzte in Deutschland. Darüber hinaus sind über 2.000 syrische Pflegekräfte in der Alten- und Krankenpflege bundesweit beschäftigt. Ihr Einsatz ist mittlerweile unverzichtbar, um die Versorgungsqualität in der Patientenbetreuung aufrechtzuerhalten.

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Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat scharfe Kritik an den Plänen des Kanzlers geäußert. Henriette Neumeyer, stellvertretende Vorsitzende des DKG-Vorstands, warnte, dass der Wegfall dieser qualifizierten Arbeitskräfte die Gesundheitsversorgung massiv beeinträchtigen würde. Sie betonte, dass die Auswirkungen eines solchen Personalverlusts sofort in Krankenhäusern im gesamten Land spürbar wären.

Merz' Vorhaben sieht vor, die Zahl der in Deutschland lebenden Syrer durch freiwillige Rückkehroptionen zu verringern. Medizinische Verbände argumentieren jedoch, dass eine solche Politik das ohnehin bereits stark belastete Gesundheitssystem weiter schwächen könnte.

Die Debatte zeigt, wie sehr deutsche Krankenhäuser auf syrische medizinische Fachkräfte angewiesen sind. Angesichts Tausender Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte syrischer Herkunft könnte ihr möglicher Weggang erhebliche Lücken in der Patientenversorgung hinterlassen. Die DKG hat die Politik aufgefordert, die Folgen eines solchen Schrittes gründlich abzuwägen, bevor der Plan weiterverfolgt wird.

Quelle