16 April 2026, 10:30

GDL-Chef Reißen wirft der Bahn "Geldwäschemaschine" vor und fordert radikale Reformen

Alte Ansichtskarte des Bahnhofs Germersheim in Deutschland mit einem Gebäude, Menschen, Fahrzeugen, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

GDL-Chef Reißen wirft der Bahn "Geldwäschemaschine" vor und fordert radikale Reformen

Mario Reißen, Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), hat die Deutsche Bahn (DB) scharf für ihr finanzielles Missmanagement kritisiert. Er bezeichnete die internen Abrechnungssysteme und Tochtergesellschaften des Konzerns als einer "Geldwäschemaschine" gleichend. Seine Äußerungen fielen im Zusammenhang mit seiner Unterstützung für die jüngsten Umstrukturierungsmaßnahmen von Vorstandschefin Evelyn Palla.

Reißen richtete seinen Vorwurf gegen die undurchsichtigen Finanzstrukturen der DB und warf dem Unternehmen vor, fast 600 Tochterfirmen zu nutzen, um Geldflüsse zu verschleiern und Steuergelder abzusichern. Solche Praktiken verschwendeten Ressourcen und schadeten der Effizienz, so der Gewerkschaftsführer. Zudem stellte er die Ernennung von Karin Dohm zur Finanzvorständin infrage und bezeichnete sie als unqualifiziert. Ihre Anstellung werde zu weiteren Konflikten und höheren Kosten für die Steuerzahler führen, warnte er.

Gleichzeitig lobte Reißen Pallas Entscheidung, Dohm sowie Sigrid Nikutta zu entlassen. Starke Führung erfordere Konsequenz, betonte er. Allerdings forderte er die Vorstandschefin auf, noch radikaler vorzugehen – etwa durch eine Halbierung der Führungsebene und eine Verbesserung der Unternehmensführung. Solche Schritte könnten die Produktivität und die betrieblichen Ergebnisse steigern, ist Reißen überzeugt.

Positiv hob er die Investitionen der DB in neue Züge und moderne Technologie hervor. Diese Aufrüstungen, so der Gewerkschafter, sollten helfen, den Fernverkehr zu stabilisieren und künftige Krisen zu verhindern.

Reißens Kritik setzt die Deutsche Bahn unter Druck, ihre Finanzsysteme zu vereinfachen und die Führung zu stärken. Seine Unterstützung für Pallas Reformen deutet auf einen Schub für tiefgreifendere Veränderungen im Konzern hin. Nun rückt in den Fokus, ob die Vorstandschefin seine Vorschläge aufgreift – etwa den Abbau von Managementpositionen und eine strengere Kontrolle.

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