Erfurt und Ex-Mitarbeiter Guy Montavon verhandeln über sechsstellige Abfindung
Delia CasparErfurt und Ex-Mitarbeiter Guy Montavon verhandeln über sechsstellige Abfindung
In dem langwierigen Rechtsstreit zwischen der Stadt Erfurt und dem ehemaligen Mitarbeiter Guy Montavon zeichnet sich eine mögliche außergerichtliche Einigung ab. Im Mittelpunkt des Falls steht seine fristlose Kündigung vor mehr als zwei Jahren. Nach einem Schlichtungsgespräch Mitte März haben beide Seiten nun über eine finanzielle Regelung verhandelt.
Montavon war Anfang 2022 von der Stadt entlassen worden. Seither blieb der Fall ungelöst, während die gerichtlichen Verfahren andauerten. Nach den Schlichtungsgesprächen im März begannen die Parteien, über eine Abfindungssumme zu verhandeln.
Die vereinbarte Summe soll sich laut Berichten im mittleren sechsstelligen Bereich bewegen. Der Großteil des Betrags würde ausstehende Gehaltszahlungen abdecken, der Rest als Abfindung dienen. Allerdings stocken die Verhandlungen derzeit – Montavon stellte eine zusätzliche Forderung, nachdem eine vorläufige Einigung bereits in Reichweite schien.
Bürgermeister Andreas Horn (CDU) informierte vergangenen Donnerstag den Ältestenrat der Stadt über den Stand der Dinge. Falls die Einigung zustande kommt, könnte sie bereits im Mai finalisiert werden. Scheitern die Verhandlungen, wird der Fall im September vor dem Erfurter Arbeitsgericht weiterverhandelt. Gemäß den vorgeschlagenen Bedingungen würde Montavon im Gegenzug seine Klage auf Wiedereinstellung zurückziehen.
Die Verhandlungen über die Einigung laufen noch, eine endgültige Entscheidung steht kurz bevor. Wird sie genehmigt, würde dies das Ende des Rechtsstreits bedeuten, der mit Montavons Entlassung begann. Kommt keine Einigung zustande, wird der Konflikt später in diesem Jahr vor Gericht weitergeführt.






