Baden-Württemberg rettet historisches Denkmal in Waldkirch mit 92.680 Euro
Cetin GeißlerBaden-Württemberg rettet historisches Denkmal in Waldkirch mit 92.680 Euro
Baden-Württemberg fördert Sanierung eines Denkmals in Waldkirch mit rund 92.680 Euro
Das Bundesland Baden-Württemberg stellt etwa 92.680 Euro für die Sanierung eines unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes in Waldkirch bereit. Die Mittel sind Teil eines umfassenden Erhaltungsprogramms, das historische Bauwerke in der gesamten Region schützen soll. Behörden betonen die kulturellen und praktischen Herausforderungen, die mit der Instandhaltung solcher Objekte verbunden sind – insbesondere, wenn sie gleichzeitig an moderne Nutzungsanforderungen angepasst werden müssen.
Die Förderung stammt aus der ersten Runde des Denkmalschutzprogramms 2026, das insgesamt rund 6,9 Millionen Euro an 63 Denkmäler im Land verteilt. In Waldkirch fließt das Geld in die Restaurierung des Anwesens in der Probsteistraße 1, ein Gebäude, das derzeit Wohnungen sowie eine Kindertagesstätte beherbergt. Geplant ist zudem ein moderner Anbau an die historische Bausubstanz.
Bürgermeister Michael Schmieder räumte ein, dass Kommunen vor der schwierigen Aufgabe stünden, Denkmalschutz und praktische Bedürfnisse in Einklang zu bringen. Allein die Unterbringung einer Kita in einem geschützten Gebäude erfordere besonderen Planungsaufwand und zusätzliche Ressourcen. Finanziert wird das Programm vor allem durch Erträge der Toto-Lotto Baden-Württemberg, wodurch private, kommunale und kirchliche Projekte gleichermaßen unterstützt werden.
Der Landtagsabgeordnete Rüdiger Tonojan hob hervor, dass historische Gebäude „sichtbare Zeugnisse der Vergangenheit und ein unverzichtbarer Teil unserer Gegenwart“ seien. Er betonte, wie wichtig der Denkmalschutz für die Bewahrung von Geschichte und kultureller Identität für kommende Generationen ist.
Die Sanierungsarbeiten in Waldkirch umfassen sowohl strukturelle Instandsetzungen als auch den Neubau von Funktionsräumen. Mit der gesicherten Förderung kann das Projekt nun voranschreiten, ohne dass der Denkmalschutzstatus des Gebäudes beeinträchtigt wird. Das landesweite Programm setzt sich weiterhin für ähnliche Vorhaben in ganz Baden-Württemberg ein.






