WM-Fieber in Halle 4: Wetten, Gebete und ungewöhnliche Einsätze sorgen für Stimmung
Cetin GeißlerWM-Fieber in Halle 4: Wetten, Gebete und ungewöhnliche Einsätze sorgen für Stimmung
Die FIFA-Weltmeisterschaft hat in Halle 4 mehr als nur Fußball gebracht. Der Raum hat sich in eine lebhafte Wettbüro verwandelt, in dem zu jedem Spiel Dutzende Wetten abgeschlossen werden. Manche versuchen sogar mit ungewöhnlichen Methoden, das Ergebnis zu beeinflussen – darunter auch Gebete für den Sieg.
Die Wettaktivitäten sind intensiv. Zu jedem WM-Spiel werden über drei Dutzend Wetten platziert, wobei die Einsätze von Lebensmitteln wie Döner bis hin zu Dienstleistungen wie einem vollen Benzintank oder Sommerreifen reichen. Die Begeisterung ist so groß, dass niemand während des Turniers Pause macht.
Einige Wettersuchende setzen auf Gebete als Glücksbringer. Beim Eröffnungsspiel Deutschlands gegen Curaçao betete die Tochter eines Mannes, Hatice, für einen Sieg der deutschen Mannschaft – gegen fünf Euro. Ihr Gebet schien zu wirken: Deutschland gewann mit 7:1, und sie erhielt insgesamt 15 Euro. Doch nicht alle Gebete gehen in Erfüllung. Frankreichs Franck Ribéry betete einst vor einem Spiel, doch das Ergebnis fiel nicht zu seinen Gunsten aus.
Trotz der Hingabe vieler gläubiger Nationen hat bisher noch keine die Weltmeisterschaft gewonnen. Damit Gebete wirken, heißt es, sei ein reines Herz entscheidend – wie das eines Kindes.
Halle 4 bleibt während des gesamten Turniers ein Ort regen Treibens. Die Mischung aus Wetten und Gebeten verleiht dem WM-Erlebnis eine ganz besondere Note. Sowohl die schiere Anzahl der Wetten als auch die kreativen Versuche, die Ergebnisse zu beeinflussen, zeigen die Leidenschaft, die dieses Ereignis umgibt.
