30 June 2026, 22:23

Netzausbau stockt: Warum erneuerbare Energien und Stromhunger die Infrastruktur überlasten

Die Stromnetze im Süden Baden-Württembergs sind am Limit: Expansion wird zur Schlüsselfrage

Netzausbau stockt: Warum erneuerbare Energien und Stromhunger die Infrastruktur überlasten

Vertreter von Netzbetreibern, Kommunen und Behörden trafen sich in Emmendingen, um die Herausforderungen beim Ausbau der Stromnetze zu erörtern. Die vom Regionalverband Südlicher Oberrhein organisierte Veranstaltung machte deutlich, wie stark die Netze durch den Ausbau erneuerbarer Energien und den steigenden Strombedarf belastet werden.

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An dem Treffen nahmen wichtige regionale Akteure teil, darunter große Netzbetreiber. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die langsame Entwicklung der Netzinfrastruktur im Vergleich zum rasanten Wachstum der erneuerbaren Energien und der Stromnachfrage. Viele Wind- und Solarparks sind noch immer nicht ans Netz angeschlossen, und Unternehmen haben Schwierigkeiten, Netzzugänge zu erhalten.

Zusätzlichen Druck übt die wachsende Nachfrage durch Wärmepumpen, Elektrofahrzeuge und neue Verbraucher aus. Auch großflächige Batteriespeicher wurden diskutiert – Netzbetreiber wiesen darauf hin, dass diese das Netz zusätzlich belasten. Städte und Gemeinden berichteten von einer zunehmenden Anzahl von Anfragen zu Batteriespeicherlösungen.

Dr. Kai-Achim Klare, Vorsitzender des Regionalverbands Südlicher Oberrhein, betonte die Notwendigkeit, Stromerzeugung, Netzkapazitäten, Speicherung und Verbrauch besser aufeinander abzustimmen. Wolfgang Brucker, Geschäftsführer des Regionalverbands, forderte eine engere Zusammenarbeit zwischen Netzbetreibern, Kommunen und Behörden. Der Regierungspräsidium Freiburg kündigte an, Genehmigungsverfahren für neue Umspannwerke, Transformatorenstationen und Stromleitungen zu beschleunigen und zu vereinfachen.

Die Veranstaltung unterstrich die Dringlichkeit, die Koordination zu verbessern, um die Energiewende zu unterstützen. Schnellere Genehmigungen und eine intensivere Zusammenarbeit sollen helfen, Engpässe im Netz zu überwinden. Ohne solche Maßnahmen könnten sich Verzögerungen beim Anschluss erneuerbarer Energien und neuer Verbraucher weiter hinziehen.

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