Wiesbadens Maifestspiele feiern 130 Jahre mit Wagner und Straßenkunst
Juliane SontagWiesbadens Maifestspiele feiern 130 Jahre mit Wagner und Straßenkunst
Die Internationalen Maifestspiele Wiesbaden feiern ihre 130. Auflage – und setzen in diesem Jahr auf eine Mischung aus großer Oper und Straßenkunst, um künstlerische Grenzen zu sprengen und das Publikum auf neue Weise zu begeistern. Den Auftakt bildete eine mutige Inszenierung von Wagners Tristan und Isolde – sowohl im Saal als auch unter freiem Himmel.
Das Festival startete mit einer doppelten Aufführung von Wagners Tristan und Isolde. Regisseur Tiago Rodrigues brachte mit seiner Produktion einen frischen, europäischen Theateransatz ans Hessische Staatstheater. Das Publikum konnte das Werk gleich zweimal erleben: zunächst im Konzertsaal, dann unter freiem Himmel am Warmen Damm, wo die Oper live auf eine Großleinwand übertragen wurde – kostenlos für alle.
Am zweiten Tag rückte Straßenkunst und ein offener Opernchor in den Mittelpunkt. Abends zogen riesige Giraffen-Puppen als Umzug durch die Wiesbadener Innenstadt und verleihen dem Kulturprogramm eine verspielte Note. Zudem standen Wagner-Expert:innen bereit, die in Gesprächen und Einführungen neugierigen Zuhörer:innen die Oper näherbrachten.
Den Abschluss bildet ein Konzertabend mit Schauspieler und Musiker Christian Friedel. Sein Auftritt krönt ein Programm, das hohe Kunst mit öffentlicher Teilhabe verbindet.
In diesem Jahr verbinden die Maifestspiele traditionelle Oper mit experimenteller Straßenperformance. Mit kostenlosen Open-Air-Übertragungen und interaktiven Formaten hoffen die Veranstalter, neue Zielgruppen zu erreichen. Die 130. Ausgabe läuft noch bis Ende des Monats – mit weiteren Aufführungen und Diskussionen im Programm.






