Wie van Aken und Schwerdtner die Linke in Rekordzeit auf 8,8 Prozent führten
Juliane SontagWie van Aken und Schwerdtner die Linke in Rekordzeit auf 8,8 Prozent führten
Unter der Führung von Jan van Aken und Ines Schwerdtner erlebte die Linke einen spektakulären Aufstieg in den Umfragen. Ihre Zustimmungswerte stiegen von nur 2–3 Prozent auf 8,8 Prozent bei der Bundestagswahl 2025. Obwohl ihre Amtszeit kurz war, hinterließ das Duo nachhaltige Spuren in der Ausrichtung der Partei.
Van Aken und Schwerdtner übernahmen die Führung zu einer Zeit, in der die Linke kaum noch Resonanz fand. Doch bis Februar 2025 trugen ihre Bemühungen Früchte: Über 700.000 Wähler – viele von den Grünen enttäuscht – wechselten zur Linken. Besonders ältere Wähler fühlten sich von ihrer Kampagne angesprochen, wobei Heidi Reichinnek maßgeblich an einer seriösen Außenpolitik mitwirkte.
Van Akens Führungsstil wurde oft wegen seines direkten, populistischen Tons kritisiert. Dennoch war sein Einfluss unübersehbar. Im Mai 2026 sorgte er für Schlagzeilen, als er drohte, auf dem Dach des Wohnungsriesen Vonovia gegen illegale Mietpreiserhöhungen zu protestieren.
Bei seiner letzten Pressekonferenz machte van Aken eine überraschende Offenbarung: Er und Schwerdtner hätten die Öffentlichkeit zwei Jahre lang „an der Nase herumgeführt“. Der Moment war symbolträchtig – er enthüllte eine schwarze Kiste, auf der Schwerdtner während der gesamten Veranstaltung gestanden hatte. Zudem würdigte er ihre Arbeit als „absolut herausragend“.
Mit dem Ende seiner Amtszeit gilt Luigi Pantisano nun als Favorit für die Nachfolge. Van Akens Führung war eine der kürzesten in der Geschichte der Linken, doch sie brachte bemerkenswerte Erfolge: Die Partei steigerte ihren Wähleranteil und gewann in zentralen Politikbereichen an Einfluss. Sein Abschied hinterlässt eine veränderte Partei, die unter dem potenziellen neuen Vorsitzenden Luigi Pantisano in ein neues Kapitel startet.






