Warum der 12. November der beste Tag für schreckliche Witze ist
Jedes Jahr am 12. November feiern Menschen weltweit die verspieltere Seite der Sprache. Der Tag des schlechten Wortspiels lädt zu Sprachakrobatik, Witzen und linguistischem Unsinn ein – und das alles mit Augenzwinkern. Die Tradition hat zwar ihre Wurzeln in Deutschland, doch längst ist sie über die Grenzen des Landes hinausgewachsen.
Erfunden wurde der Feiertag 2009 vom deutschen Cartoonisten Bastian Melnyk, der für die Einführung von über 200 skurrilen Aktionstagen bekannt ist. Melnyk widmete den 12. November der hohe Kunst des Kalauers. Während es in den USA keinen festen Termin für ein solches Sprachfest gibt, wird der Tag in Deutschland seit Jahren offiziell begangen.
Ein Wortspiel lebt von der spielerischen Verdrehung von Begriffen – sei es durch doppeldeutige Bedeutungen oder ähnliche Klangbilder. Beliebte Varianten sind etwa Spoonerismen, bei denen Laute vertauscht werden, um komische Effekte zu erzeugen, oder die Polysemie, bei der die mehreren Bedeutungen eines Wortes für Humor sorgen. Der Tag selbst animiert dazu, schrecklich-schöne Witze zu teilen und sich an den Eigenheiten der Sprache zu erfreuen.
Obwohl der Tag des schlechten Wortspiels ursprünglich eine deutsche Erfindung war, hat er längst internationale Fans gefunden. Enthusiasten in verschiedenen Ländern begehen ihn mittlerweile – das Datum bleibt dabei stets dem Gründungsmoment treu: der 12. November.
Der Feiertag ist ein heiterer Fixpunkt im Kalender, beschränkt auf einen einzigen Tag im Jahr. Doch sein Fokus auf Sprachwitz und Humor zieht weiterhin Liebhaber linguistischer Spielereien in seinen Bann. Die Beliebtheit der skurrilen Tradition wächst von Jahr zu Jahr – ganz ohne großen Aufwand, aber mit umso mehr Charme.






