Waldkirchs Stadtrat stimmt über Schließung des Grundbuchamts ab
Waldkirchs Stadtrat entscheidet am 25. März 2026 über Schließung des örtlichen Grundbuchamts
Der Stadtrat von Waldkirch wird am 25. März 2026 darüber abstimmen, ob das lokale Grundbuchamt geschlossen wird. Der Vorschlag folgt auf einen deutlichen Rückgang der Anfragen im vergangenen Jahrzehnt: Die Zahlen sanken von über 100 im Jahr 2015 auf nur noch 37 im vergangenen Jahr. Die Verwaltung argumentiert, der Service sei nicht mehr praktikabel oder kostendeckend zu betreiben.
Das Amt, das sensible Grundstücksdaten verwaltet, verzeichnete einen starken Rückgang der Nutzung, während digitale Alternativen immer beliebter werden. Seit 2015 haben sich die Online-Anträge auf Grundbuchauszüge in Baden-Württemberg mehr als verfünffacht. Großstädte wie Stuttgart, Mannheim und Freiburg haben ihre lokalen Grundbuchämter bereits zwischen 2020 und 2025 geschlossen.
Jede Anfrage kostet zwar 10 Euro, erfordert jedoch 30 Minuten Bearbeitungszeit durch das Personal – was den Service wirtschaftlich unrentabel macht. Die Verwaltung verweist zudem auf übermäßigen Personalaufwand und bürokratische Hürden für ein nicht verpflichtendes Angebot. Eine Schließung würde die administrative Arbeitslast verringern und den Bedarf an Terminen beim Standesbeamten entfallen lassen.
Falls der Beschluss genehmigt wird, wäre die Schließung mit den Landesvorschriften vereinbar, die solche Änderungen zum 30. Juni oder 31. Dezember in Kraft treten lassen. Bürger können Grundbuchauszüge bereits jetzt online über das Amtsgericht Emmendingen beantragen. Die endgültige Umsetzung erfordert jedoch noch die Zustimmung des Justizministeriums Baden-Württemberg.
Die Abstimmung am 25. März wird zeigen, ob Waldkirch anderen Kommunen folgt und den Service schrittweise abschafft. Bei einer Annahme würde die Schließung die Abläufe straffen und Kosten senken. Die Bürger könnten weiterhin über die bestehenden digitalen Kanäle Auszüge anfordern.






