Stromschlag im Bahnhof Böbingen: Zwei Arbeiter nach Lichtbogen lebensgefährlich verletzt
Delia CasparStromschlag im Bahnhof Böbingen: Zwei Arbeiter nach Lichtbogen lebensgefährlich verletzt
Schwerer Unfall im Bahnhof Böbingen: Zwei Arbeiter bei Stromschlag lebensgefährlich verletzt
Am 22. Mai 2025 ereignete sich im Bahnhof Böbingen ein schwerer Arbeitsunfall, bei dem zwei Mitarbeiter lebensbedrohliche Verletzungen erlitten. Gegen 14:20 Uhr kam es in der Nähe von Gleis 3 zu dem Vorfall, als die beiden Männer während Entwässerungsarbeiten von einem Lichtbogen getroffen wurden. Nach dem Alarm durch einen Fahrdienstleiter rückte die Rettungskräfte umgehend an.
Die beiden jungen Männer trugen eine Messlatte, die sich einem 15.000-Volt-Oberleitungsdraht zu sehr näherte. Dadurch unterschritten sie den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand, woraufhin ein heftiger Lichtbogen überschlug, der schwere Verbrennungen und Verletzungen verursachte.
Ein Fahrdienstleiter beobachtete den Unfall und verständigte sofort den Rettungsdienst. Beide Verletzte wurden per Hubschrauber in nahegelegene Krankenhäuser zur Notfallbehandlung geflogen.
Die Bundespolizei hat inzwischen Ermittlungen zu dem Vorfall eingeleitet. In den vergangenen fünf Jahren (2021–2025) verzeichnete die Deutsche Bahn etwa 15 tödliche oder lebensbedrohliche Unfälle im Zusammenhang mit Oberleitungen. Die meisten Fälle betrafen unbefugte Personen auf den Gleisanlagen, darunter Suizidversuche oder Unfälle mit Kindern und Jugendlichen.
Der Vorfall unterstreicht die extremen Gefahren bei Arbeiten in der Nähe aktiver Bahninfrastruktur. Unbefugtes Betreten der Gleise bleibt aufgrund der Hochspannungs-Oberleitungen ein kritisches Sicherheitsrisiko. Die Behörden betonen erneut die Bedeutung strenger Sicherheitsvorkehrungen im Umgang mit elektrifizierten Bahnanlagen.






