19 March 2026, 20:29

Sportministerkonferenz beschließt Zentrum für sicheren Sport und fordert Gleichberechtigung im Wintersport

Außenansicht des Deutschen Sport & Olympia Museums in Berlin, das ein Gebäude mit Fenstern und einer Tür zeigt, umgeben von Bäumen und Bannern unter einem bewölkten Himmel.

Sportministerkonferenz beschließt Zentrum für sicheren Sport und fordert Gleichberechtigung im Wintersport

Die 53. Sportministerkonferenz (SMK) fand auf der Insel Norderney statt und stand unter der Leitung von Theresa Schopper, der Sportministerin von Baden-Württemberg. Im Mittelpunkt der Beratungen standen Pläne für ein Zentrum für sicheren Sport, die Förderung des Breiten- und Spitzensports sowie der Einsatz für mehr Geschlechtergerechtigkeit im Wintersport.

Während der zweitägigen Veranstaltung diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aktuelle Herausforderungen im deutschen Sport. Dr. Christiane Schenderlein, die Beauftragte der Bundesregierung für Sport und Ehrenamt, kündigte die Einrichtung des Zentrums für sicheren Sport sowie der Spitzensportagentur an – beides Maßnahmen, die durch das bevorstehende Sportförderungsgesetz ermöglicht werden. Damit sollen der Schutz von Athletinnen und Athleten verbessert und leistungsorientierte Trainingsstrukturen gestärkt werden.

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Theresa Schopper und Andy Grote, Hamburger Senator für Sport, betonten die Dringlichkeit eines Nationalen Aktionsplans für Kinder- und Jugendsport. Ziel ist es, dass junge Menschen die Bewegungsempfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erfüllen. Dafür sei ein kultureller Wandel hin zu mehr Bewegung in Schulen und Gemeinden notwendig.

Ein weiteres zentrales Thema war die Zukunft der Nordischen Kombination der Frauen bei den Olympischen Winterspielen 2026. Armin Schuster, Sächsischer Staatsminister für Sport, forderte das Internationale Olympische Komitee (IOC) auf, die Disziplin ins Programm aufzunehmen, um die Gleichberechtigung voranzutreiben. Allerdings verweisen das IOC und der Internationale Skiverband (FIS) auf technische und organisatorische Hürden, sodass die Entscheidung noch offen ist. Während einige nordische Nationen und Sportverbände die Pläne unterstützen, gibt es weiterhin Widerstand.

Auf der Konferenz wurden zudem Steuererleichterungen für Sportvereine sowie die Vorbereitungen auf kommende Großveranstaltungen thematisiert. Daniela Behrens, Sportministerin von Niedersachsen, dankte den Teilnehmenden für die konstruktiven Gespräche und präsentierte ihr Bundesland als möglichen Austragungsort für künftige SMK-Tagungen.

Die Konferenz endete mit Beschlüssen zur Vorantreibung des Sportförderungsgesetzes, zur Ausweitung von Jugendsportinitiativen und zur weiteren Lobbyarbeit für die Aufnahme der Frauen-Nordischen Kombination ins olympische Programm. Das Zentrum für sicheren Sport und die Spitzensportagentur sollen in Kürze ihre Arbeit aufnehmen und Athletinnen und Athleten neue Unterstützungsangebote bieten. Die Frage der olympischen Teilnahme der Disziplin wird hingegen von weiteren Verhandlungen mit den internationalen Sportverbänden abhängen.

Quelle