SPD Baden-Württemberg wählt nach Wahldebakel neue Doppelspitze mit klarem Auftrag
Delia CasparSPD Baden-Württemberg wählt nach Wahldebakel neue Doppelspitze mit klarem Auftrag
SPD in Baden-Württemberg wählt nach historischer Wahlniederlage neue Doppelspitze
Nach der historischen Wahlniederlage im März hat die SPD Baden-Württemberg eine neue Führung bestimmt. Isabel Cadematori und Robin Mesarosch übernehmen gemeinsam den Parteivorsitz. Ihre Wahl erfolgte im Rahmen einer Mitgliederbefragung mit hoher Beteiligung.
An der Umfrage unter rund 30.000 SPD-Mitgliedern im Land nahmen 46,5 Prozent teil. Cadematori und Mesarosch erhielten 56,5 Prozent der Stimmen und sicherten sich damit die absolute Mehrheit. Ihre Mitbewerber, Dorothea Klische-Behnke und Carsten Lotz, kamen auf 24,5 bzw. 19,7 Prozent.
Der Parteitag in Ulm muss das Ergebnis noch formal bestätigen. Die 38-jährige Cadematori stammt aus dem konservativen Seeheimer Kreis, während der 35-jährige Mesarosch den parlamentarischen linken Flügel vertritt.
Beide haben klare Schwerpunkte gesetzt: Die Bekämpfung sozialer Ungleichheit und der Klimaschutz stehen ganz oben auf ihrer Agenda. Zudem wollen sie die Parteikommunikation straffen und individuelle öffentliche Äußerungen reduzieren.
Die neue Doppelspitze übernimmt mit einem deutlichen Mandat der Basis. Ihre Aufgabe wird es sein, die Partei nach der jüngsten Wahlniederlage neu aufzustellen. Die offizielle Bestätigung ihrer Ämter erfolgt auf dem anstehenden Parteitag in Ulm.
