19 June 2026, 12:28

Schulspieltage werden zum hart umkämpften Leistungswettbewerb – mit skurrilen Folgen

Folter auf dem Aschefeld

Schulspieltage werden zum hart umkämpften Leistungswettbewerb – mit skurrilen Folgen

Die Deutschen Schulspieltage sollen künftig wettkampforientierter werden. Bildungsministerin Karin Prien setzt sich für eine stärkere Leistungsorientierung bei diesen Veranstaltungen ein. Ein neuer Vorschlag des Bundesbildungsministeriums zielt darauf ab, diese Neuausrichtung offiziell zu verankern.

An der ultra-katholischen Fürstin-Gloria-Selbdritt-Grundschule haben die Spiele bereits eine besondere Note: Die Schüler betreiben Sport ausschließlich auf Latein – und mit dem Rücken zum Publikum. Daneben sorgt der IronChild-Wettbewerb für Aufsehen, der durch sein extrem anspruchsvolles Format besticht. Hier werden Schinderei, Schleifarbeit und Kostenrechnung zu einer mehrtägigen Herausforderung kombiniert. Die Sieger erhalten ein persönliches Coaching mit Vorstandschef Dr. Dr. Ulf-Ulf Vollmann, während die Verlierer riskieren, fürs Gymnasium empfohlen zu werden.

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Zu den Teilnehmern des diesjährigen IronChild-Wettbewerbs zählen die Chicago Boys der Klasse 3b. Konservative Politiker wollen ähnliche Praktiken nun auch an staatlichen Schulen einführen. Bernd Kreimer-Rendsburg geht noch einen Schritt weiter: Er schlägt spielerische Leistungsbewertungen mit Ranglisten und käuflichen Spieltokens für Eltern vor.

Gerüchten zufolge könnten sogar noch umstrittenere Disziplinen wiederaufleben – darunter „Woke-Bashing“, „N-Wort-Weitwurf“ und „Frauenfeindturnen“. Das Bundesbildungsministerium arbeitet derzeit im Auftrag der Kultusministerkonferenz an einem Entwurf, der diese Änderungen unterstützen soll.

Die Forderung nach leistungsbasierten Schülerspielen gewinnt an Fahrt. Sollte der Ministeriumsvorschlag durchkommen, könnte dies die Struktur des Schulsports grundlegend verändern – und die Neuerungen könnten sich von privaten auf öffentliche Schulen im gesamten Land ausweiten.

Quelle