Projekt "Fellwechsel" startet in Rastatt – Wildtierfelle werden zu Mode verarbeitet
Juliane SontagProjekt "Fellwechsel" startet in Rastatt – Wildtierfelle werden zu Mode verarbeitet
Nächste Woche startet in Rastatt das Projekt "Fellwechsel" zur Verarbeitung von Wildtierfellen
Ab kommender Woche nimmt in Rastatt die Initiative Fellwechsel ihren Betrieb auf, die sich auf die Verarbeitung von Fellen wildlebender Tiere spezialisiert. In einer eigens eingerichteten Pelzverarbeitungsstation werden dort Füchse, Stein- und Baummarder, Waschbären, Bisamratten und Nutrias verarbeitet. Unterstützt von großen Jagdverbänden, soll das Projekt täglich rund 100 Felle für den Markt aufbereiten.
Fellwechsel hat bereits eine vorläufige Genehmigung für den Start erhalten. Hinter der Initiative stehen der Deutsche Jagdverband (DJV) sowie der Landesjagdverband Baden-Württemberg. Finanziert wird das Vorhaben durch Versteigerungen, bei denen die Häute an Pelzhändler verkauft werden, sowie durch direkten Vertrieb.
Die verarbeiteten Felle sollen bald in Konsumgütern auftauchen: Die Blaser Jagdwaffen GmbH plant, noch in diesem Herbst drei Jackenmodelle auf den Markt zu bringen, die mit Pelzen aus Rastatt ausgestattet sind. Doch das Projekt stößt auf scharfe Kritik von Tierschützern.
Der Deutsche Tierschutzbund hat sich deutlich gegen Fellwechsel positioniert und stellt infrage, dass bei der Gerbung ausschließlich natürliche Stoffe zum Einsatz kommen. Die Ablehnung bleibt bestehen, während die Initiative kurz vor dem Start steht.
In den nächsten Tagen wird Fellwechsel die Verarbeitung der Felle für den kommerziellen Gebrauch aufnehmen. Während die Befürworter darin eine sinnvolle Nutzung von Wildtierhäuten sehen, halten Kritiker weiterhin ethische Bedenken dagegen. Die ersten pelzgefütterten Jacken sollen in den kommenden Monaten in den Handel kommen.






