Porsche kämpft mit Rekordverlust – 90 Prozent Gewinnrückgang und Stellenabbau drohen
Juliane SontagPorsche kämpft mit Rekordverlust – 90 Prozent Gewinnrückgang und Stellenabbau drohen
Porsche drängt darauf, vor der sommerlichen Werksstilllegung im Juli ein zweites Sparpaket zu finalisieren. Der Sportwagenhersteller meldete für 2025 die schwächsten Finanzzahlen seit über 15 Jahren – der Nettogewinn brach um mehr als 90 Prozent ein.
Die Gespräche zwischen der Porsche-Geschäftsführung und dem Betriebsrat über Kostensenkungen und Stellenabbau hatten bereits im vergangenen Herbst begonnen. Das Unternehmen hatte zuvor angekündigt, bis 2025 rund 3.900 Arbeitsplätze abzubauen. Vorstandschef Michael Leiters erwartet nun einen zügigen Abschluss der Verhandlungen.
Porsche strebt an, auch mit geringeren Stückzahlen profitabel zu bleiben. Die Produktionskapazität wird unter den etwa 280.000 Fahrzeugen liegen, die im vergangenen Jahr verkauft wurden. Um dies zu erreichen, setzt das Unternehmen auf eine engere Zusammenarbeit mit Audi.
Die Produktion der Vorgängergeneration der 718-Baureihe endete im vergangenen Herbst. Dennoch wird Porsche die Einstiegsmodelle der 718-Serie weiterführen, um neue Kundschaft zu gewinnen. Zudem will das Unternehmen den Beschäftigten Klarheit über die anstehenden Maßnahmen verschaffen.
Die Sparpläne und der Personalabbau sind Teil von Porsches Strategie, die Rentabilität zu sichern. Eine reduzierte Produktion und die Kooperation mit Audi spielen dabei eine zentrale Rolle. Mitarbeiter und Stakeholder warten nun auf die finalen Details der Vereinbarung.






