Ökonom fordert Rückkehr des Baukindergelds – und kritisiert SPD-Wohnungspläne
Juliane SontagÖkonom fordert Rückkehr des Baukindergelds – und kritisiert SPD-Wohnungspläne
Der Ökonom Matthias Günther hat die Regierung aufgefordert, die Förderung durch das Baukindergeld wieder einzuführen. Dieser Appell erfolgt nach seiner Kritik an den Plänen der SPD für ein neues staatliches Wohnungsunternehmen. Günthers Vorschläge wurden am Freitag in der Rheinischen Post dargestellt.
Günther betonte, dass das Baukindergeld – eine Förderung für Familien, die ein Haus kaufen oder bauen – äußerst wirksam gewesen sei. Er behauptete, dass jeder investierte Euro drei Euro zurückbrachte. Trotz dieses Erfolgs wurde das Programm 2021 eingestellt.
Statt ein neues staatliches Wohnungsunternehmen mit privaten Investoren zu gründen, schlug Günther vor, ein bestehendes Unternehmen wie Vonovia zu übernehmen. Er warnte davor, dass externe Investoren die Mieten in die Höhe treiben könnten, was dem eigentlichen Zweck des Vorhabens zuwiderlaufen würde. Die Wiedereinführung des Baukindergelds, so Günther, würde den Neubau von Wohnraum weitaus besser fördern.
Die Äußerungen des Ökonomen stellen die aktuelle Wohnungsbaustrategie der SPD infrage. Sein Alternativkonzept setzt auf direkte Subventionen und staatliche Kontrolle über bestehende Unternehmen. Die Debatte zeigt die unterschiedlichen Ansätze zur Bewältigung des Wohnungsmangels in Deutschland auf.






