"Ohligs City Ring": Wie die Stadt Verkehr umkrempelt – und Parkplätze opfert
Juliane Sontag"Ohligs City Ring": Wie die Stadt Verkehr umkrempelt – und Parkplätze opfert
Das Projekt „Ohligs City Ring“ schreitet als zentrales Element der städtischen Verkehrsplanung voran. Es soll umweltfreundliche Mobilität fördern, den Zugang zum Stadtzentrum erleichtern und die Anbindung an den Hauptbahnhof verbessern. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf besserer Barrierefreiheit und einem flüssigeren Verkehrsfluss.
Im Rahmen des Vorhabens entfallen insgesamt 35 Parkplätze, wobei die größten Kürzungen die Kottendorfer Straße und die Bahnstraße betreffen. Zunächst werden acht Stellplätze an der Rennpatt wegfallen, doch die Stadt plant als Ausgleich acht neue Plätze im ehemaligen Schulbus-Bereich einzurichten. Unklar bleibt jedoch, ob dieser Ersatz den Verlust vollständig ausgleicht und wie sich die Parkplatzsituation insgesamt entwickelt.
Um Busse zu entlasten und Staus zu verringern, wird zudem eine Einbahnregelung rund um die Rennpatt geprüft. Die Stadt begründet die Änderungen vor allem mit Sicherheitsaspekten, um Konflikte zwischen parkenden Autos und dem öffentlichen Nahverkehr zu minimieren. Mehrere Bushaltestellen sollen barrierefrei ausgebaut oder erweitert werden, um die Attraktivität des Busverkehrs zu steigern und das Zentrum des Stadtteils besser erreichbar zu machen.
Nun steht die Diskussion im Raum, ob die Vorteile des Projekts den Verlust an Parkflächen überwiegen. Die lokalen Verantwortlichen müssen zudem alternative Lösungen prüfen, um Bedenken auszuräumen. Wie sich die Maßnahmen konkret auf Parken und Verkehr auswirken, wird sich im Laufe der weiteren Planung zeigen.
