Neuer Mercedes GLB startet mit mehr Platz, Technik und 800-Volt-Turbo-Laden
Delia CasparNeuer Mercedes GLB startet mit mehr Platz, Technik und 800-Volt-Turbo-Laden
Mercedes hat die zweite Generation des GLB vorgestellt – ein Modell, das die Marke nach einem schwierigen Jahr wieder auf Erfolgskurs bringen soll. Der neue GLB behält die geräumige Sieben-Sitzer-Konfiguration bei, beseitigt aber technische Schwächen der Vorgängerversion. Er ist Teil einer umfassenden Produktoffensive, zu der auch Aktualisierungen der Luxuslimousine S-Klasse gehören.
Der erste GLB verkaufte sich zwar gut, litt jedoch unter veralteter Technik und mehreren Rückrufaktionen, was seinem Ruf schadete. Diesmal hat Mercedes den bewährten Ansatz verfeinert und gleichzeitig frühere Mängel behoben. Das aktualisierte Modell bleibt seinem wichtigsten Verkaufsargument treu: großzügiger Platz. Im Fünf-Sitzer bietet es 540 Liter Kofferraumvolumen, im Sieben-Sitzer 480 Liter. Durch Umklappen der Rücksitze lässt sich dieser auf 1.715 bzw. 1.605 Liter erweitern.
Die rein elektrische Variante des GLB setzt nun auf ein 800-Volt-System, das Ladeleistungen von bis zu 320 Kilowatt ermöglicht. Damit können Fahrer in nur zehn Minuten etwa 260 Kilometer Reichweite nach WLTP-Standard nachladen. Im Innenraum sorgen weit öffnende hintere Türen und zweite Sitzreihen, die sich um 14 Zentimeter verschieben lassen, für zusätzlichen Beinfreiraum. Allerdings wirken einige Oberflächen durch den Einsatz von hartem Kunststoff wenig premiumtauglich – ein Kontrast zum anspruchsvollen Positionierungsanspruch des Fahrzeugs.
Die Preise beginnen bei 53.454,80 Euro für die Basisversion und steigen auf 62.177,50 Euro für die getestete Allradvariante – jeweils ohne Sonderausstattung. Mercedes zielt damit auf Käufer, denen der größere GLC zu massiv, der kleinere GLA zu beengt oder der EQB zu puristisch erschien.
Der neue GLB kommt zu einer Zeit auf den Markt, in der Mercedes die schwachen Finanzzahlen des Vorjahres hinter sich lassen will. Mit der Kombination aus Platzangebot, modernisierter Technik und schnellem Laden soll er besonders Familien und praktisch orientierte Käufer ansprechen. Ob das Modell erfolgreich sein wird, hängt davon ab, ob es die Zuverlässigkeitsbedenken der ersten Generation ausräumen kann.






