Linkspartei wählt neuen Co-Chef – Pantisano strebt klare Mehrheit an
Die Linkspartei hat am Freitag in Potsdam ihren Bundesparteitag eröffnet. Die dreitägige Veranstaltung endet mit der Wahl eines neuen Co-Vorsitzenden, nachdem Jan van Aken kürzlich aus dem Amt ausgeschieden ist. Luigi Pantisano hat seine Kandidatur für die Nachfolge angekündigt und strebt mindestens 70 Prozent der Delegiertenstimmen an.
Der Parteitag findet zu einer Zeit statt, in der die Partei einen spürbaren Wandel in ihrer Mitgliederstruktur erlebt. In den letzten Jahren ist der Anteil jüngerer und weiblicher Mitglieder gestiegen, was zu Spannungen mit den langjährigen Veteranen führt. Zudem werden kontroverse Debatten über die Haltung der Partei gegenüber der israelischen Regierung und weiteren außenpolitischen Fragen erwartet.
Ein vorgeschlagener Deckel für die Diäten von Abgeordneten hat sich zu einem zentralen Streitpunkt entwickelt. Sollte der Antrag durchkommen, würden die monatlichen Bezüge auf 2.950 Euro begrenzt – zuzüglich 350 Euro netto pro Kind oder pflegebedürftigem Angehörigen.
Jan van Aken war zuvor als Co-Vorsitzender zurückgetreten und hatte gesundheitliche Gründe angeführt. Er betonte, dass sein Zustand nicht lebensbedrohlich sei, ihn aber dennoch zum Rückzug aus dem Amt veranlasst habe.
Der Parteitag dauert drei Tage, wobei die Wahl des Co-Vorsitzenden den Höhepunkt bildet. Pantisanos Führungsambitionen und der Diäten-Deckel bleiben zentrale Themen. Die sich wandelnde Mitgliederstruktur und die inhaltlichen Debatten werden die Diskussionen während der gesamten Veranstaltung prägen.






