Leipzigs Solarwärmekraftwerk revolutioniert die Wärmewende mit 41 Megawatt Leistung
Cetin GeißlerLeipzigs Solarwärmekraftwerk revolutioniert die Wärmewende mit 41 Megawatt Leistung
Deutschlands größtes Solarwärmekraftwerk in Leipzig offiziell in Betrieb genommen
In Leipzig ist offiziell Deutschlands größtes Solarwärmekraftwerk ans Netz gegangen. Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter schaltete 13.200 Solarkollektoren frei – ein wichtiger Meilenstein für die Wärmewende der Stadt. Die Anlage erstreckt sich über 14 Hektar und erreicht eine Spitzenleistung von 41 Megawatt.
Das Solarthermie-Feld West nutzt Vakuumröhrenkollektoren des Marktführers Ritter XL Solar. Dank modernster Steuerungstechnik passt die Anlage die Durchflussgeschwindigkeit des Wassers automatisch an die Sonneneinstrahlung an. So versorgt sie Leipziger Haushalte mit Warmwasser und Heizenergie und deckt im Sommer etwa ein Fünftel des städtischen Bedarfs.
Das Energieunternehmen investierte rund 40 Millionen Euro in das Projekt, wovon etwa 16 Millionen aus Bundesfördermitteln und anderen Zuschüssen stammen. Solarthermie ist besonders effizient: Je nach Kollektortyp und Ausrichtung nutzt sie bis zu 75 Prozent der verfügbaren Energie pro Hektar – deutlich mehr als Photovoltaik.
Leipzigs Wärmewende umfasst weitere grüne Projekte, darunter ein „Power-to-Heat“-System sowie die Einspeisung von Abwärme aus dem Chemiestandort Leuna in das städtische Netz. Bundeseitig jedoch geht der Ausbau der Solarwärme stark zurück: 2023 sank die neu installierte Leistung auf 263 Megawatt, 2024 sogar auf 154 Megawatt.
Das Leipziger Kraftwerk zeigt, welches Potenzial Solarthermie für die Emissionsreduktion birgt. Die Wärmeversorgung gehört zu den größten Klimagasquellen Deutschlands und muss dringend dekabronisiert werden, um die Klimaziele zu erreichen. Das Projekt beweist, wie erneuerbare Wärme einen konkreten Beitrag zur Energiewende leisten kann.






