Köln und Düsseldorf fordern legale Drogenhilfezentren für harten Mikrohandel
Delia CasparKöln und Düsseldorf fordern legale Drogenhilfezentren für harten Mikrohandel
Die Oberbürgermeister von Köln und Düsseldorf setzen sich für die Legalisierung des kleinteiligen Handels mit harten Drogen in ihren Städten ein. Torsten Burmester und Stephan Keller wollen spezielle Räumlichkeiten schaffen, in denen solche Transaktionen unter medizinischer Aufsicht geduldet werden. Sie argumentieren, dass dies den Druck auf öffentliche Plätze verringern und die Kriminalität eindämmen könnte.
Im Mai beantragten Burmester und Keller offiziell eine rechtliche Prüfung beim Justizminister von Nordrhein-Westfalen, Benjamin Limbach. Ihr Vorschlag sieht vor, dass schwerstabhängige Konsumenten in kontrollierten Drogenhilfezentren kleine Mengen harter Drogen kaufen und verkaufen dürfen. Zudem sollen die Mitarbeiter dieser Einrichtungen klare rechtliche Handlungsrichtlinien erhalten.
Der Kölner Neumarkt hat sich zu einem Brennpunkt für Drogenabhängige entwickelt, was bei Anwohnern und lokalen Unternehmen erhebliche Belastungen verursacht. Burmester beschrieb die Lage als überfordernd: Suchtkranke griffen häufig zu aggressivem Betteln, Diebstahl, Prostitution und öffentlichem Drogenkonsum. Die Ausbreitung von Crack als meistkonsumierte illegale Droge in deutschen Großstädten – darunter auch Köln – habe das Problem weiter verschärft.
Sollte der Plan genehmigt werden, wäre ein kontrollierter Mikrohandel mit harten Drogen in ausgewiesenen Zentren möglich. Dies könnte Abhängigen ein sicheres Umfeld bieten und die Belastung für den öffentlichen Raum verringern. Die Oberbürgermeister sind überzeugt, dass das Vorhaben sowohl die humanitären als auch die sozialen Herausforderungen offener Drogenszenen bewältigen hilft.






