KI revolutioniert die Industrie: Das Future Work Lab in Stuttgart zeigt die Zukunft der Arbeit
Juliane SontagKI revolutioniert die Industrie: Das Future Work Lab in Stuttgart zeigt die Zukunft der Arbeit
Das Future Work Lab in Stuttgart zeigt, wie künstliche Intelligenz die industrielle Arbeit revolutioniert. Mit über 50 interaktiven Exponaten präsentiert die Einrichtung Fortschritte in den Bereichen Digitalisierung, Automatisierung und KI für die Fertigung. Forscher und Unternehmen können hier praxisnahe Anwendungen in Live-Demonstrationen und Schulungsprogrammen erkunden.
Entwickelt wurde das Labor vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) und dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO). Im Mittelpunkt stehen vier KI-Demonstratoren, die sich auf die Qualitätssicherung konzentrieren. Eine Schlüsseltechnologie ist das künstliche neuronale Netzwerk ThirdAI, das selbstständig Fehler bei optischen Prüfungen erkennt. Durch die Analyse von Bilddaten unterscheidet es einwandfreie von fehlerhaften Bauteilen – ganz ohne menschliches Zutun.
Ein weiteres System, Lean Data Acquisition (LeanDA), nutzt Sensoren, um Daten aus manuellen Montageprozessen zu erfassen und auszuwerten. So lassen sich Ineffizienzen und Optimierungspotenziale in Echtzeit identifizieren. Über die technologischen Lösungen hinaus bietet der Learning Hub des Labs Schulungen, Praxisvorführungen und öffentliche Diskussionsformate zu nachhaltigen Arbeitssystemen.
Das Ideas Lab dient als Forschungsplattform und fördert den wissenschaftlichen Austausch über die Zukunft der industriellen Arbeit. Unternehmen können zudem mit dem Future Work Check prüfen, wie sich Erkenntnisse aus dem Labor auf ihre eigenen Montagearbeitsplätze übertragen lassen. Ziel ist es, Montageprozesse zu vereinfachen und die Qualitätssicherung durch KI-gestützte Lösungen zu verbessern.
Das Future Work Lab verbindet Forschung und Industrie, indem es Werkzeuge bereitstellt, um KI in der Produktion zu testen und einzuführen. Besuchende Unternehmen können neue Technologien evaluieren und an ihre Fertigungslinien anpassen. Die Initiative zielt darauf ab, industrielle Prozesse effizienter zu gestalten und gleichzeitig Beschäftigte durch fortschrittliche Automatisierung zu unterstützen.






