Junge Union fordert radikale Steuerreform oder kompletten Stopp des Vorhabens
Juliane SontagJunge Union fordert radikale Steuerreform oder kompletten Stopp des Vorhabens
Johannes Winkel, Vorsitzender der Jungen Union, fordert eine umfassende Steuerreform. Entweder müsse die Regierung mutige Änderungen durchsetzen oder das Vorhaben ganz aufgeben, so seine klare Position.
Winkel unterstützt einen Vorschlag von Yannick Bury und Florian Dorn, der Steuersenkungen sowie den schrittweisen Abbau staatlicher Subventionen vorsieht. Jede Reform, betont er, müsse Unternehmen und Privathaushalten Entlastungen in Höhe von über 20 Milliarden Euro bringen.
Sein Ziel ist eine einheitliche Kürzung der Subventionen in allen Branchen. Ein gerechtes System, argumentiert Winkel, schaffe gleiche Wettbewerbsbedingungen für jeden Sektor. Verhandlungsgrenzen will er dabei nicht ziehen.
Als Vorbild dient ihm der Ansatz der jüngsten Rentenkommission. Er appelliert an die Koalitionsspitzen, Ehrgeiz vor schnellen Kompromissen zu stellen. Eine vollständige Reform nach der Sommerpause sei einer überstürzten Einigung davor vorzuziehen, so seine Überzeugung.
Winkels Haltung lässt kaum Raum für halbherzige Lösungen: Die Reform müsse entweder seinen hohen Ansprüchen genügen oder fallen gelassen werden. Seine Forderung erhöht den Druck auf die Politik, endlich entschlossen zu handeln.
