Horbs Bürger entscheiden am 30. November über Windkraft in städtischen Wäldern
Delia CasparHorbs Bürger entscheiden am 30. November über Windkraft in städtischen Wäldern
Die Bürger von Horb am Neckar werden bald über die Zukunft von Windkraftanlagen in ihren kommunalen Wäldern entscheiden. Ein Bürgerentscheid ist für den 30. November 2025 angesetzt, nachdem eine erfolgreiche Unterschriftensammlung die notwendige Unterstützung brachte. Die Abstimmung folgt auf frühere Versuche, die an zu geringer Beteiligung gescheitert waren.
Die Initiative für die Volksabstimmung gewann an Fahrt, als eine Gruppe aus Rexingen 1.458 zusätzliche Unterschriften sammelte. Zusammen mit vorherigen Bemühungen kam die Initiative auf insgesamt 2.433 Unterstützer – deutlich mehr als die erforderlichen 1.393. Dies steht im Kontrast zu einem früheren Vorstoß des Stadtrats Hermann Walz, der mit nur 929 Unterschriften gescheitert war.
Im Juli hatte der Gemeinderat den Vorschlag der Verwaltung mit nur einer Enthaltung gebilligt. Das Verfahren wird voraussichtlich rund 55.000 Euro kosten, die separat finanziert werden müssen, da sie nicht im Haushalt 2025 vorgesehen waren. Um Transparenz zu gewährleisten, findet am 16. Oktober 2025 eine Informationsveranstaltung statt, die vom Forum Energiedialog des Landes moderiert wird.
Das Forum wird zudem eine Informationsbroschüre erstellen und bei Bedarf die Diskussionen begleiten, sollte es zu Spannungen kommen. Der neu gewählte Bürgermeister Michael Keßler, der sein Amt am 1. November 2025 antritt, wird die Abstimmung überwachen. Bisher gibt es in Horb am Neckar keine Windräder, während die benachbarte Gemeinde Rosenfeld ähnliche Energieprojekte prüft.
Das Ergebnis der Abstimmung am 30. November wird entscheiden, ob in den städtischen Wäldern Horbs Windkraftanlagen gebaut werden dürfen. Der Beschluss folgt auf Monate der Kampagnenarbeit und Vorbereitung, wobei die Organisatoren darauf achten, dass die Bürger Zugang zu ausgewogenen Informationen erhalten. Bei einer Zustimmung könnte dies einen Wendepunkt in der regionalen Energiepolitik markieren.






