17 April 2026, 14:36

Halles "Volksparlament" fordert radikale Bildungsreform durch Bürgerbeteiligung

Eingang zum Perth Modern School mit einem Schild, Bäumen, Pflanzen, einem Zaun, einem Straßenpfahl, geparkten Autos, nahegelegenen Gebäuden und einem bewölkten Himmel.

Halles "Volksparlament" fordert radikale Bildungsreform durch Bürgerbeteiligung

"Volksparlament" in Halle: Bürger debattieren über die Zukunft der Bildung

Letztes Wochenende fand in Halle ein lokales "Volksparlament" statt, um über die Zukunft der Bildung in der Stadt zu diskutieren. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Aktivistengruppe Neue Generation – sie markiert den Auftakt einer größeren Kampagne. Für April 2026 ist nun eine bundesweite Zusammenkunft nach demselben Modell geplant.

Die Halle-Versammlung wurde von Neue Generation initiiert, einer Organisation, die aus der Klimaprotestgruppe Letzte Generation hervorgegangen ist. Die Teilnehmer verbrachten das Wochenende damit, Vorschläge für die lokale Bildungsfinanzierung auszuarbeiten. Ihre zentrale Forderung: Halle soll Mittel aus dem Sonderhaushalt für Infrastruktur und Klimaneutralität umwidmen – zugunsten von Schulen und Bildungsprogrammen.

Die Gruppe hat bereits ein Folgetreffen mit Katharina Brederlow vereinbart, der städtischen Beauftragten für Bildung und Soziales. Dort wollen die Aktivisten ihre Ergebnisse vorstellen und politische Veränderungen vorantreiben.

Die lokale Veranstaltung ist Teil einer breiteren Initiative, die das Bündnis als "echte Alternative zum Deutschen Bundestag" bezeichnet. Die Aktivisten werfen dem nationalen Parlament vor, zu einem "Lobbyisten-Parlament" verkommen zu sein, das die Interessen gewöhnlicher Bürger nicht mehr vertrete. Als Gegenentwurf setzen sie auf bürgergetragene Versammlungen, die in einem digitalen "Offenen Volksparlament" vom 17. bis 19. April 2026 gipfeln sollen.

Das bundesweite Treffen steht unter dem Motto: "Wie nah sind wir dem Faschismus? Die Gegenwart verstehen. Mut entwickeln. Gemeinsam handeln."

Die Halle-Veranstaltung hat die Weichen für weitere Diskussionen über Bildungsfinanzierung in der Stadt gestellt. Mit einem bestätigten Termin bei der Stadtverwaltung könnten die Vorschläge der Gruppe bald offiziell geprüft werden. Parallel laufen die Vorbereitungen für die bundesweite Versammlung 2026, die Bürger aus ganz Deutschland zusammenbringen soll.

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