Großrazzia auf süddeutschen Baustellen: Hunderte ohne gültige Verträge kontrolliert
Suse RädelGroßrazzia auf süddeutschen Baustellen: Hunderte ohne gültige Verträge kontrolliert
Behörden in Süddeutschland führen großangelegte Kontrollen auf Baustellen durch
In vier Städten Süddeutschlands haben die Behörden umfangreiche Überprüfungen auf Baustellen durchgeführt. Die vom Hauptzollamt Ulm koordinierten Kontrollen betrafen 16 Standorte und umfassten 266 Beschäftigte. Bei den meisten der Überprüften fehlten ordnungsgemäße Arbeitsverträge oder entsprechende Nachweise.
Die Inspektionen fanden in Ulm, Aalen, Friedrichshafen und Pfullingen statt. Ein 70-köpfiges Team der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) prüfte sowohl kleinere als auch große Bauprojekte, darunter Sanierungs- und Abrissarbeiten. Bei den Routinekontrollen bestand kein Anfangsverdacht.
Von den 266 Beschäftigten verfügten lediglich 47 über offiziell gemeldete oder dokumentierte Arbeitsverträge. Zudem wurden die Geschäftsunterlagen von 12 Arbeitgebern überprüft, wobei bei Bedarf weitere Dokumente angefordert werden sollen. Bei der Aktion wurden in 41 Fällen mögliche Verstöße festgestellt, darunter nicht angemeldete Beschäftigungen, Scheinselbstständigkeit und die illegale Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte.
Das Hauptzollamt Ulm wertet nun die erhobenen Daten aus, doch mit abschließenden Ergebnissen ist vorerst nicht zu rechnen. Die Behörden bestätigten, dass sie Hinweisen auf Verstöße gegen den Mindestlohn sowie Meldepflichtverletzungen nachgehen.
Die Ergebnisse deuten auf verbreitete Unregelmäßigkeiten in der Baubranche der überprüften Regionen hin. Die Ermittler werden weiterhin Unterlagen sichten und Verstöße gegen die Vorschriften verfolgen. Für Rückfragen steht der Pressesprecher Hagen Kohlmann unter der Telefonnummer 49 731 9648-10009 oder per E-Mail an [email protected] zur Verfügung.






