30 June 2026, 12:27

Gorleben bleibt bis 2054: Atomlager-Verlängerung löst Streit aus

Gorleben wird verlängert

Gorleben bleibt bis 2054: Atomlager-Verlängerung löst Streit aus

Deutschlands Atomlager Gorleben bleibt weitere 20 Jahre in Betrieb

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Das Zwischenlager für hochradioaktiven Atommüll in Gorleben wird über die aktuelle Genehmigungsdauer hinaus weitere 20 Jahre betrieben. Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der Deutschland verzweifelt nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle sucht. Die Verlängerung stößt bereits jetzt auf scharfe Kritik von Umweltschutzorganisationen.

Die Anlage in Gorleben wurde zwischen 1982 und 1983 erbaut – mit dünneren Wänden und Decken als neuere Zwischenlager. Derzeit lagern dort 113 CASTOR-Behälter mit hochradioaktivem Abfall. Diese wurden in 13 Transporten zwischen 1995 und 2011 angeliefert, wobei jeder Transport massiven Protest auslöste.

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) beantragte die Verlängerung gemäß Atomgesetz. Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) wird das Genehmigungsverfahren begleiten. Die Behörden begründen die Verlängerung mit Sicherheitsaspekten und betonen, dass regelmäßige Kontrollen fortgeführt werden. Die aktuelle Betriebsgenehmigung läuft 2034 nach 40 Jahren aus.

Durch die Verlängerung bleibt Gorleben nun bis 2054 in Betrieb. Damit verschiebt sich die Dringlichkeit, eine kurzfristige Lösung für Deutschlands Atommüll-Problem zu finden. Verzögerungen bei der Suche nach einem Endlager machten die Verlängerung notwendig.

Quelle