17 March 2026, 00:29

Gestohlener Hofbräuhaus-Krug nach 48 Jahren anonym zurückgegeben

Ein Plakat mit einer Frau in bayerischer Tracht, die zwei Biergläser hält, mit Text und weißem Hintergrund.

Gestohlener Hofbräuhaus-Krug nach 48 Jahren anonym zurückgegeben

Ein Tourist hat nach fast 50 Jahren einen gestohlenen Hofbräuhaus-Bierkrug zurückgegeben. Die Person schickte zudem 20 Euro als Entschädigung mit, die nun an eine lokale Kinderhilfsorganisation gehen werden.

Dies ist nicht der erste Fall, in dem ein lange verschwundener Krug wieder auftaucht. 2020 gab eine Amerikanerin ein ähnliches Souvenir nach 55 Jahren zurück. Solche Rückgaben ereignen sich laut dem berühmten Münchner Bierpalast einige Male pro Jahr.

Der jüngste Krug wurde 1976 von einem englischsprachigen Besucher aus dem Hofbräuhaus entwendet. Der Tourist behauptete, die Entnahme sei versehentlich geschehen, behielt den Gegenstand jedoch jahrzehntelang, bevor er sich zur Rückgabe entschloss. Neben dem Krug legte er 20 Euro bei, um den Verlust auszugleichen.

Das Hofbräuhaus führt keine Statistik über fehlende Krüge, da einige regelmäßig aufgrund von Beschädigungen aussortiert werden. Dennoch berichten Mitarbeiter, dass sie drei- bis viermal jährlich ähnliche Briefe oder zurückgesandte Gegenstände erhalten. Meistens handelt es sich um Personen, die einräumen, Jahre zuvor einen Krug mitgenommen zu haben.

2020 sorgte ein weiterer Vorfall für Schlagzeilen, als eine Amerikanerin einen Krug nach 55 Jahren zurückgab. Trotz dieser gelegentlichen Rückgaben bestätigte das Hofbräuhaus, dass zwischen 2021 und 2026 keine originalen gestohlenen Krüge zurückerlangt wurden. Alle Fälle betrafen entweder Fälschungen oder wurden durch Barzahlungen von etwa 40 Euro pro Krug geregelt.

Die 20 Euro aus der jüngsten Rückgabe fließen in die Initiative Bunte Münchner Kindl, die benachteiligten Kindern in München hilft.

Das Hofbräuhaus verzeichnet weiterhin eine stetige, wenn auch geringe Zahl zurückgegebener Krüge – oft Jahrzehnte nach ihrem Verschwinden. Zwar geht die Brauerei nicht aktiv gegen fehlende Stücke vor, doch die Gelder aus den Erstattungszahlungen kommen lokalen Projekten zugute. Diese jüngste Rückgabe reiht sich in eine lange Liste ähnlicher Fälle über die Jahre ein.

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