Geldwäsche-Ermittlungen erschüttern Fußballverein in Pforzheim – zwei Festnahmen
Juliane SontagVerdacht auf Geldwäsche bei Fußballteam - Männer in Haft - Geldwäsche-Ermittlungen erschüttern Fußballverein in Pforzheim – zwei Festnahmen
Zwei Männer sind im Rahmen einer Geldwäscheermittlung mit Verbindungen zu einem örtlichen Fußballverein in Untersuchungshaft genommen worden. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht der GU-Türkischer SV Pforzheim, nachdem Behörden verdächtige Bargeldbewegungen unter Beteiligung von Vereinsmitgliedern aufgedeckt hatten. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Gelder für illegale Transfers ins Ausland bestimmt waren.
Der Fall begann am 7. Februar 2026, als 29 Vereinsmitglieder am Flughafen Stuttgart mit rund 215.000 Euro in bar angehalten wurden. Die Behörden vermuteten, dass das Geld illegal aus dem Land gebracht werden sollte.
Am 12. März 2026 führte die Polizei zehn Razzien im Raum Pforzheim durch. Dabei wurden die Wohnungen der beiden Hauptverdächtigen sowie Geschäftsräume zweier Unternehmen durchsucht. Bei den Durchsuchungen wurden etwa 220.000 Euro in bar beschlagnahmt.
Ein Ermittlungsrichter erließ später Haftbefehle gegen die beiden Hauptverdächtigen. Ihnen wird vorgeworfen, seit 2022 durch kriminelle Machenschaften Edelmetalle im Wert von mehreren Millionen Euro erworben zu haben. Die Beschuldigten sollen das aus dem Verkauf dieser Metalle stammende Bargeld anschließend aus dem Land geschmuggelt haben.
Die beiden Männer bleiben bis auf Weiteres in Untersuchungshaft, während die Ermittlungen fortgesetzt werden. Die Behörden prüfen das volle Ausmaß der Geldwäscheoperation und deren Verbindungen zum Fußballverein. Mit weiteren rechtlichen Schritten ist zu rechnen, sobald sich der Fall entwickelt.