EnBW baut Mega-Batteriespeicher am ehemaligen AKW Philippsburg
EnBW plant großes Batteriespeicher-Projekt am Standort des ehemaligen Kernkraftwerks Philippsburg
Am Standort des stillgelegten Kernkraftwerks Philippsburg entsteht ein zentraler Energiespeicher: EnBW will dort eine Großanlage mit einer Leistung von 400 Megawatt und einer Kapazität von 800 Megawattstunden errichten. Das Vorhaben soll einen wichtigen Knotenpunkt für erneuerbare Energien schaffen. Bei Genehmigung könnte der Bau bis Ende 2027 abgeschlossen sein.
Der gewählte Standort bietet ideale Voraussetzungen. Die bestehende Energieinfrastruktur und Netzanbindungen eignen sich optimal für Speicherlösungen im großen Maßstab. Zudem steht das Gelände im Energiepark bereits zur Verfügung und ist von den Rückbauarbeiten des Kraftwerks nicht betroffen.
Die beiden Reaktorblöcke des Kernkraftwerks wurden 2017 und 2020 abgeschaltet. Noch fehlen jedoch die Baugenehmigung und die finale Investitionsentscheidung. Die Finanzierung soll über Stromverkäufe und Netzdienstleistungen erfolgen – ohne staatliche Subventionen.
Der Netzbetreiber TransnetBW wird bis Mitte 2027 die notwendige Netzanschlusskapazität für das Be- und Entladen bereitstellen. Hält man den Zeitplan ein, könnte die Anlage noch im selben Jahr in Betrieb gehen.
Der Batteriespeicher würde als zentraler Baustein für die Speicherung und Verteilung erneuerbarer Energien dienen. Die Umsetzung hängt von behördlichen Genehmigungen und Investitionsbeschlüssen ab. EnBW setzt dabei auf marktbasierte Erlösquellen und verzichtet auf öffentliche Fördermittel.






