Emmendingen plant drastische Kürzungen im Busverkehr – was auf Pendler zukommt
Juliane SontagEmmendingen plant drastische Kürzungen im Busverkehr – was auf Pendler zukommt
Der Landkreis Emmendingen hat Pläne vorgelegt, um die Kosten im Busverkehr zu senken. Die Vorschläge folgen einer Überprüfung des angespannten Haushalts. Betroffen von den Änderungen sind mehrere Gemeinden, darunter Elzach, Denzlingen, Kenzingen und Herbolzheim.
Der Umwelt- und Technikausschuss wird die Pläne am 29. Juni prüfen. Der Kreistag soll dann am 20. Juli eine endgültige Entscheidung treffen. Laut den Vorschlägen würden die Abendverbindungen im Rahmen der Fahrplanänderung im Dezember reduziert.
Durch die Beendigung von Verträgen für Abendverkehre auf Entwicklungsstrecken könnten jährlich etwa 100.000 Euro eingespart werden. Weitere Optimierungen im Schülerverkehr und im regulären Busbetrieb könnten im Haushalt 2027 rund 200.000 Euro sparen. Die Kommunen müssen nun entscheiden, ob sie die Leistungen weiter finanzieren oder deren Ende bereits ab 20 Uhr hinnehmen.
Für 2027 ist eine Verkehrsuntersuchung geplant, um zusätzliche Kürzungen für 2028 zu identifizieren. Radikalere Optionen – wie die vollständige Einstellung des Busverkehrs nach 22 Uhr oder die Reduzierung von Taktungen auf stark frequentierten Strecken – wurden diskutiert, aber nicht empfohlen. Der Landkreis wird 2026 dennoch etwa 9 Millionen Euro an Zuschüssen für den ÖPNV und den Schülerverkehr bereitstellen.
Die Sparmaßnahmen zielen darauf ab, den Haushaltsdruck zu verringern, ohne die grundlegenden Verkehrsleistungen zu gefährden. Die Beschlüsse im Juni und Juli werden die Zukunft des Nahverkehrs im Landkreis prägen. Die endgültigen Änderungen treten mit dem neuen Fahrplan im Dezember in Kraft.
