30 June 2026, 08:23

Bundesregierung verbietet islamistische Organisation Muslim Interaktiv wegen Verfassungsfeindlichkeit

Altes AfD-Video über die CDU und 'Muslim Interaktiv' geht erneut viral

Bundesregierung verbietet islamistische Organisation Muslim Interaktiv wegen Verfassungsfeindlichkeit

„Muslim Interaktiv“ in Deutschland offiziell verboten – Vorwurf der Verfassungsfeindlichkeit

Die Organisation Muslim Interaktiv ist in Deutschland offiziell verboten worden, nachdem ihr vorgeworfen wurde, die verfassungsmäßige Ordnung zu bekämpfen. Das Bundesinnenministerium verfügte das Verbot im November 2025 nach jahrelanger Beobachtung der Gruppe. Dieser stand bereits lange im Verdacht, islamistische Ideologie sowohl online als auch bei öffentlichen Aktivitäten zu verbreiten.

Die Bedenken gegen Muslim Interaktiv nahmen Anfang 2024 zu. Im Mai stufte der Hamburger Verfassungsschutz die Organisation als „gesichert extremistisch“ ein. Im selben Monat beantragte die AfD mit einem parlamentarischen Vorstoß ein Verbot der Gruppe, doch Kritiker warfen der Partei vor, sie unterscheide nicht ausreichend zwischen Islam und Islamismus.

Bereits im April 2024 hatte die CDU einen Länderantrag zum Verbot von Muslim Interaktiv eingebracht, der jedoch von SPD und Grünen abgelehnt wurde. Zwei Monate später lehnte der Bundestag den AfD-Antrag auf ein Verbot des Vereins ab. Noch am selben Tag, dem 13. Juni, veröffentlichte ein Mann namens Baumann ein mit der Gruppe in Verbindung stehendes Video auf Facebook.

Die CDU drängte im Juni 2024 zudem auf bundesweite Maßnahmen gegen den politischen Islam, doch die Ampelkoalition blockierte den Vorstoß. Die Nähe von Muslim Interaktiv zu der bereits verbotenen Organisation Hizb ut-Tahrir, die sich für die Errichtung eines Kalifats einsetzt, verstärkte die Alarmzeichen weiter.

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Das Verbot im November 2025 beendet nun die Aktivitäten der Gruppe in Deutschland. Die Bundesregierung begründete den Schritt mit deren oppositioneller Haltung zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Zuvor waren sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene gescheiterte Versuche unternommen worden, die Organisation zu ächten.

Quelle