Bundespolizei steht vor Engpass bei lebenswichtigen Körperkameras
Bundespolizei droht Engpass bei funktionstüchtigen Körperkameras
Die Körperkameras der deutschen Bundespolizei könnten bald knapp werden – dabei sind die Geräte unverzichtbar, um Beweismaterial in aggressiven Situationen und bei Straftaten zu dokumentieren. Ohne sie fehlt Beamten ein zentrales Instrument zur Deeskalation, insbesondere an Bahnhöfen.
Der aktuelle Hersteller plant, die Unterstützung für die bestehenden Modelle einzustellen. Die Behörden wussten seit über einem Jahr von dieser Entwicklung, doch eine rechtzeitige Beschaffung von Ersatzgeräten unterblieb. Eine Ausschreibung über 2.500 neue Kameras – mit Option auf weitere 1.500 – war mit einem Budget von fünf Millionen Euro gestartet worden.
Das Vergabeverfahren scheiterte jedoch, nachdem nachträglich zusätzliche Anforderungen hinzugefügt wurden. Lieferanten zeigten sich etwa von Forderungen wie austauschbaren Akkus abgeschreckt. Nun hoffen die Verantwortlichen, dass der bisherige Hersteller die Unterstützung verlängert – was jedoch Millionen kosten würde.
Einige Kameramodelle sind nahtlos mit den Tasern der Polizei kompatibel, was ihren Einsatzwert im Dienst noch erhöht. Ohne neue Geräte verlieren die Beamten ein bewährtes Mittel zur Beweissicherung und Konfliktentschärfung. Das gescheiterte Vergabeverfahren bringt die Polizei in eine prekäre Lage. Die Verlängerung der Unterstützung für das alte System bleibt vorerst die einzige kurzfristige Lösung.
