18 April 2026, 04:27

Brandts Witwe attackiert SPD: "Hat die Arbeiterklasse verraten"

Deutsches Propagandaplakat für die Nazi-Partei mit zwei Männern auf einem Sofa.

Brandts Witwe attackiert SPD: "Hat die Arbeiterklasse verraten"

Brigitte Seebacher, die Witwe des ehemaligen Bundeskanzlers Willy Brandt, hat die SPD in einem aktuellen Gastbeitrag für Die Welt scharf kritisiert. Sie stellte die Ausrichtung der Partei infrage und warf ihr vor, den Kontakt zu den Menschen verloren zu haben, die sie einst vertrat. Ihre Äußerungen fallen in eine Phase, in der die SPD weiterhin über ihre Identität und künftige Rolle diskutiert.

Seebacher war 1995 aus der SPD ausgetreten – drei Jahre nach Brandts Tod. In ihrem Artikel behauptet sie, die Partei verstehe die Sorgen einfacher Arbeitnehmer nicht mehr. Zwar räumte sie ein, dass die klassische Industriearbeiterschaft geschrumpft sei, doch betonte sie, dass es Wählende aus der Arbeiterklasse nach wie vor gebe – nur nicht mehr in der aktuellen SPD-Klientel.

Sie warf der Partei vor, sich zu sehr auf Tradition und Sozialpolitik zu verlassen. Als Beispiel nannte sie die vegane Ernährung von Alexander Schweitzer und deutete sie als Teil eines größeren Trends zur politischen Korrektheit. Die SPD, so Seebacher, habe zunehmend Schwierigkeiten, ihre ursprünglichen Anhänger zu erreichen.

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Mit Blick auf die Politik in Rheinland-Pfalz mahnte Seebacher den Wahlsieger, sich gut zu überlegen, bevor er eine Koalition mit der SPD eingehe. Stattdessen schlug sie vor, die CDU solle eine Zusammenarbeit mit der AfD prüfen. Ihr abschließender Satz – "Auch Parteien sind nicht für die Ewigkeit gemacht" – deutet auf tiefe Zweifel an der Zukunftsfähigkeit der SPD hin.

Seebachers Kritik unterstreicht die anhaltenden Schwierigkeiten der SPD, sich neu zu definieren. Ihr Appell an die CDU, lieber mit der AfD als mit der SPD zu koalieren, erhöht den Druck auf beide Parteien im Vorfeld möglicher Koalitionsgespräche. Die Debatte über die künftige Rolle der SPD in der deutschen Politik wird voraussichtlich weitergehen.

Quelle