24 June 2026, 04:23

Brandenburgs Ampel-Koalition nach 100 Tagen: Vertrauen trotz Milliardendefizit und Reformdruck

Brandenburgs Koalition 100 Tage im Amt - Ambitioniertes Arbeitsprogramm

Brandenburgs Ampel-Koalition nach 100 Tagen: Vertrauen trotz Milliardendefizit und Reformdruck

Brandenburgs rot-schwarze Koalition erreicht die 100-Tage-Marke

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Die Zusammenarbeit zwischen SPD und CDU in der brandenburgischen Landesregierung wird von beiden Parteien als vertrauensvoll, reibungslos und produktiv beschrieben. Doch trotz der positiven Bilanz gibt es unter politischen Beobachtern weiterhin Skepsis über die künftige Ausrichtung der Koalition.

In den ersten 100 Tagen hat die Regierung bereits Gesetze auf den Weg gebracht, um die Berufung von Hochschulprofessoren zu beschleunigen und Bürokratie abzubauen. Für den Herbst sind weitere Reformen geplant, darunter eine Landarztquote sowie die Zulassung von unbeaufsichtigten „Mini-Supermärkten“.

Geplant sind zudem Gesetzesvorhaben zur Ausweitung der Polizeibefugnisse, zur Reform der Kita-Finanzierung und zur Verpflichtung, bei öffentlichen Aufträgen Tarifverträge einzuhalten. Doch die finanziellen Herausforderungen sind enorm: Ein Urteil des Verfassungsgerichts zu Besoldungsansprüchen von Beamten belastet den Haushalt mit zusätzlichen Kosten in Höhe von 300 bis 600 Millionen Euro.

Um ein Milliardendefizit zu bewältigen, muss die Koalition nun ihren ersten gemeinsamen Doppelhaushalt für die Jahre 2027 und 2028 aufstellen. Mit deutlichen Kürzungen in den Ministerien ist zu rechnen, wobei Bildung und Gesundheit nur begrenzt betroffen sein sollen. Der BSW-Fraktionsvorsitzende Niels-Olaf Lüders übt scharfe Kritik an der Koalition und wirft der SPD vor, Reformen gegen den Willen der Wähler durchzusetzen.

Die ersten 100 Tage der Regierung zeigen sowohl Fortschritte als auch finanzielle Hürden. Die geplanten Gesetze werden öffentliche Dienstleistungen und Wirtschaftspolitik neu prägen. Die Bewältigung des Haushaltsdefizits bei gleichzeitiger Umsetzung der gerichtlich verfügten Mehrausgaben wird in den kommenden Monaten zur Nagelprobe.

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