29 April 2026, 05:25

Berliner Rockband provoziert mit Wal-Song über "Timmy" aus der Ostsee

Schwarze und weiße Zeichnung eines Wals auf einem Felsen im Wasser mit Eisbergen im Hintergrund und Text unten.

Berliner Rockband provoziert mit Wal-Song über "Timmy" aus der Ostsee

Eine Berliner Rockband hat mit einem satirischen Song über den gestrandeten Buckelwal in der Ostsee eine Debatte ausgelöst. Der Track Sprengt den Wal von Tulpe enthält provokative Textzeilen, die die öffentliche Diskussion über das Tier auf die Schippe nehmen. Der Wal, der im Netz unter den Spitznamen "Timmy" oder "Hoffnung" bekannt wurde, sorgt seit Wochen für Gesprächsstoff.

Im Song heißt es etwa: "Sprengt den Wal, macht ihn einfach weg, lasst es Wal-Salami und -Schnitzel regnen" oder "Fragt doch mal Donald Trump, ob er ihn nicht einfach in die Luft jagen kann". Ein Video des Songs auf Tulpes Instagram-Seite wurde bereits rund 4,6 Millionen Mal aufgerufen.

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Die Reaktionen fallen gespalten aus. Manche Hörer finden die Texte urkomisch, andere empfinden sie als geschmacklos. Die Band veröffentlichte sogar Screenshots von Hassnachrichten, die sie erhalten hatte. Frontmann Joachim Förster zeigt sich von der Kritik unbeeindruckt – solche "Shitstorms" gehörten zum Dasein einer Rockband einfach dazu, so der Musiker.

Angesichts des viralen Erfolgs des Songs legte Tulpe mit einer zweiten Strophe nach, die "hart treffen" solle. Förster erklärte, die Band greife in ihrer Musik häufig aktuelle Themen auf, was oft heftige Reaktionen auslöse. Der Wal war bereits zuvor Ziel von Satire gewesen, etwa durch eine Parodie-Website namens Wal-O-Mat, auf der Nutzer ihre Haltung zu den Rettungsbemühungen testen konnten.

Die Band verwies zudem auf die Ironie, dass ein Tier, das für den "Urzustand der Erde" stehe, nun zum Gegenstand "unzähliger geschmackloser, KI-generierter Songs" werde.

Die Veröffentlichung des Tracks hat die ohnehin hitzige Debatte um das Schicksal des Wals weiter angeheizt. Während die einen den Song als gelungene Satire feiern, werfen ihm andere vor, ein ernstes Thema zu verharmlosen. Derweil bleibt der Wal eines der beherrschenden Themen in den sozialen Medien.

Quelle