Berliner Koalition beschließt Mietreform – doch Parkausweis-Streit bleibt ungelöst
Cetin GeißlerBerliner Koalition beschließt Mietreform – doch Parkausweis-Streit bleibt ungelöst
Berlins Regierungsbündnis einigt sich auf Mietreform – Streit um Parkausweise bleibt
Die Berliner Koalition aus CDU und SPD hat sich auf ein neues Gesetzespaket verständigt, das die steigenden Mieten bremsen und die Rechte von Mieterinnen und Mietern stärken soll. Die Fraktionen finalisierten die Pläne während einer Klausurtagung und wollen sie noch vor der Landtagswahl in fünf Monaten verabschieden. Uneinig ist man jedoch weiterhin bei der Frage der Anwohnerparkausweise.
Kernstück der Vereinbarung ist ein digitales Mietspiegelregister, das überhöhte Mietpreise bekämpfen soll. Das System wird die Mieten von 2,2 Millionen Haushalten prüfen, um Preisaufschläge oder Ausbeutung aufzudecken. Beide Parteien betonen, dass die digitale Verwaltung den Verwaltungsaufwand deutlich verringern werde.
Zu den weiteren Maßnahmen gehören stärkere Schutzrechte für Mieter von möblierten Wohnungen, eine Ausweitung der Hausmeisterdienste sowie vereinfachte Verfahren für die Umwandlung von Gewerbe- in Wohnraum. Zudem einigte man sich auf weitere Mieterrechte, deren Details jedoch noch im Parlament konkretisiert werden müssen.
Trotz Fortschritten im Wohnungsbereich bleibt der Streit um die Anwohnerparkausweise ungelöst. Während die SPD höhere Gebühren für Parkvignetten durchsetzen will, lehnt die CDU dies kategorisch ab. Dirk Stettner (CDU) und Raed Saleh (SPD) werden die Ergebnisse der Klausur am Mittwoch im Abgeordnetenhaus vorstellen.
Das Gesetzespaket soll nun vor der Berliner Landtagswahl verabschiedet werden. Bei einer Zustimmung treten Mietspiegelregister und Mieterrechte in Kraft – mit direkten Auswirkungen auf Millionen Haushalte. Die offene Frage der Parkausweise könnte jedoch weitere Verhandlungen erfordern, bevor eine endgültige Lösung gefunden wird.






