19 March 2026, 10:45

Bayerische Städte ersetzen Ampelmännchen durch Pumuckl und Dürers Hasen

Eine Gruppe von Menschen in traditioneller bayrischer Kleidung, die Musikinstrumente spielen, während sie eine von Gebäuden gesäumte Straße entlanggehen, einige halten Fahnen, mit einem Hügel und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Wenn es grün ist, hoppeln Sie weiter - spezielle Ampelmotive im Aufwind - Bayerische Städte ersetzen Ampelmännchen durch Pumuckl und Dürers Hasen

Mehrere bayerische Städte haben herkömmliche Fußgängerampeln durch lokale Kulturikonen ersetzt. Die Initiative soll das regionale Stolzgefühl stärken, ohne die Verkehrssicherheit aus den Augen zu verlieren. Doch nicht alle Vorschläge fanden die Zustimmung der örtlichen Behörden.

München und Nürnberg erhielten kürzlich die offizielle Genehmigung für thematische Ampeln. München führte Anfang 2025 im Stadtteil Lehel drei Signale mit dem Pumuckl-Motiv ein. Nürnberg folgte im Februar 2026 mit einer Fußgängerampel, die Albrecht Dürers "Feldhase" in der Äußeren Laufer Gasse zeigt. Beide Städte erhielten die Freigabe von ihren Regierungspräsidien, wobei keine konkreten Bewertungskriterien veröffentlicht wurden.

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Auch andere Städte sprangen auf den Trend auf. In Deggendorf wirft eine Frau auf der Ampel symbolisch Knödel in die Luft, in Straubing ist "Bruder Straubinger", eine lokale Figur, abgebildet. Dachaus Signale tragen traditionelle bayerische Tracht. Augsburgs "Kasperl"-Ampel benötigte jedoch eine Sondergenehmigung der Regierung von Schwaben.

Nicht alle Pläne setzten sich durch. Hofs Vorhaben, den legendären Würstchenverkäufer "Wärschtlamo" zu ehren, wurde zunächst wegen Bedenken zur Verkehrssicherheit abgelehnt. Das bayerische Innenministerium lehnt solche Designs grundsätzlich ab und argumentiert, dass Standardampeln sofort erkennbar sein müssten. Jede thematische Ampel kostet rund 300 Euro für die Schablonen, hinzu kommt das Honorar des Grafikdesigners.

Trotz gemischter Reaktionen der Behörden hält der Trend zu kreativen Ampeln an. Während Städte wie München und Nürnberg ihre Varianten bereits installiert haben, kämpfen andere mit regulatorischen Hürden. Die Debatte dreht sich um den Spannungsbogen zwischen lokaler Identität und der Notwendigkeit klarer, universell verständlicher Verkehrsschilder.

Quelle