Baden-Württemberg kämpft mit neuen Plänen gegen den Flächenfraß
Baden-Württemberg unternimmt Schritte, um den Flächenverbrauch einzudämmen. Die Landesregierung hat Pläne vorgestellt, mit denen Gemeinden Flächen effizienter nutzen sollen. Ziel der Behörden ist es, aktuelle Trends umzukehren – durch die Förderung von Reaktivierung, Entsiegelung und Renaturierungsprojekten.
Zwischen 2016 und 2020 wurden im Schnitt täglich 5,6 Hektar neue Flächen in Anspruch genommen. Bis 2021 stieg dieser Wert auf 6,2 Hektar pro Tag. Hauptgründe für den Anstieg sind das Bevölkerungswachstum und die gestiegene Nachfrage nach Wohnraum.
Um das Problem anzugehen, wird das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen eine Studie in Auftrag geben. Die Untersuchung soll wirksame Instrumente zur Reduzierung des Flächenverbrauchs identifizieren. Parallel dazu erstellt das Ministerium eine digitale Übersicht, die ungenutztes Potenzial für die Innenentwicklung aufzeigt.
Das Land plant zudem, mit ausgewählten Kommunen Modellprojekte zu fördern. Diese sollen als praxisnahe Beispiele für flächensparende Maßnahmen dienen. Zusätzlich wird ein neues Entsiegelungsprogramm mit jährlich rund einer Million Euro eingeführt, um Renaturierungsvorhaben anzuregen.
Die Initiativen zielen darauf ab, den Flächenverbrauch in Baden-Württemberg insgesamt zu senken. Gemeinden erhalten gezielte Unterstützung, um bestehende Flächen umzunutzen, statt neue Gebiete zu erschließen. Zu den Maßnahmen gehören finanzielle Anreize, digitale Hilfsmittel und konkrete Pilotprojekte.






