16 March 2026, 22:31

Automobilcluster warnt vor Jobverlusten und fordert Reformen für Zulieferer in Baden-Württemberg

Eine detaillierte industrielle Zeichnung eines Fabrikinneren mit Maschinen, Rohren, einem Karren, einem Tisch, einem Stuhl, einer Tafel mit der Aufschrift "American Foundry Equipment Co, Indiana", Fenstern und Deckenlampen.

Automobilcluster warnt vor Jobverlusten und fordert Reformen für Zulieferer in Baden-Württemberg

Automobilcluster der wvib Schwarzwald AG fordert stärkere Partnerschaften und bessere Rahmenbedingungen für die Branche

Der Automobilcluster der wvib Schwarzwald AG hat ein Positionspapier veröffentlicht, in dem er stärkere Partnerschaften und verbesserte Rahmenbedingungen für die Automobilindustrie in der Region fordert. Mit der Unterstützung von 53 Unterzeichnern warnt die Initiative, dass schwankende Produktionspläne und rückläufige Aufträge Arbeitsplätze und Investitionen in Baden-Württemberg gefährden.

Mittelständische Zulieferer unter Druck Besonders betroffen sind mittelständische Automobilzulieferer in der Region. Rückläufige Auftragsvolumina, unterbliebene Investitionen in die Elektromobilität und Exportrückgänge – etwa ein Minus von 13,4 Prozent bei Fahrzeug- und Teilelieferungen sowie ein Einbruch der Exporte nach China um 37 Prozent – haben bereits zu der Prognose geführt, dass bis 2025 bis zu 25.000 Industriearbeitsplätze verloren gehen könnten. Besonders hart trifft es Standorte wie Stuttgart, Waiblingen und Richen, wo Werksschließungen und Existenzkämpfe von Zulieferern drohen.

Unberechenbare Abrufpläne erschweren Planung Das Positionspapier betont, dass unvorhersehbare Abrufpläne es Unternehmen erschweren, langfristige Investitionen in Technologie, Personal und Infrastruktur zu planen. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, fordert der Automobilcluster die Politik auf, die Energiepreise durch marktbasierte Mechanismen zu stabilisieren, Genehmigungsverfahren zu beschleunigen und die Gewinnung von Fachkräften zu stärken. Zudem werden eine ambitioniertere Forschungspolitik sowie klarere Transformationsfahrpläne seitens der Herstellermarken angemahnt.

Faire Zusammenarbeit und Reformagenda gefordert Hanna Böhme, Geschäftsführerin der wvib Schwarzwald AG, unterstrich die Notwendigkeit fairerer Kooperationen zwischen Herstellern und Zulieferern. Mit der Kampagne "Deutschland kann mehr" treibt der Cluster eine Reformagenda voran, um die globale Wettbewerbsfähigkeit des Sektors zu sichern. Zudem sprechen sich die Zulieferer für eine CO₂-Bepreisung aus, da diese über Marktmechanismen Innovation fördere.

Konkrete Forderungen für die Zukunft der Branche Das Positionspapier enthält klare Vorschläge, um die Zukunft der baden-württembergischen Automobilindustrie zu sichern. Ohne verlässliche Partnerschaften, stabile Rahmenbedingungen und gezielte Reformen drohen weitere Arbeitsplatzverluste und ein Rückgang der industriellen Wettbewerbsfähigkeit. Die Forderungen des Clusters zielen darauf ab, ein planbareres und unterstützendes Umfeld für Zulieferer und Hersteller gleichermaßen zu schaffen.

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