29 June 2026, 04:25

Ashura-Marsch in Berlin löst Empörung wegen Kinder-Inszenierung aus

Scharfe Kritik nach Schiademo mit Kindern in Berlin

Ashura-Marsch in Berlin löst Empörung wegen Kinder-Inszenierung aus

Ashura-Marsch in Berlin löst Kontroverse aus

Eine Demonstration in Berlin zum schiitischen religiösen Fest Ashura hat für Aufsehen gesorgt. Bei der unter dem Titel „Ashura-Marsch“ veranstalteten Kundgebung wurde eine theatralische Szene nachgestellt, in der Kinder aneinandergebunden wurden – als Reenactment einer historischen Entführung. Dies zog scharfe Kritik von Behörden und Organisationen nach sich.

Die Veranstaltung fand bei glühender Hitze statt, rund 600 Menschen nahmen teil. Mehrere Teilnehmer mussten wegen hitzebedingter Beschwerden medizinisch versorgt werden, als die Temperaturen auf 40°C (104°F) stiegen. Insgesamt verlief die Demonstration friedlich, und vor Ort tätige Dolmetscher bestätigten, dass es keine strafrechtlich relevanten Inhalte gab.

Ashura ist im schiitischen Islam ein Trauertag, an dem des Märtyrertods von Imam Hussein gedacht wird. Im Rahmen des Marsches inszenierten die Veranstalter eine Szene, die die historische Verschleppung von Frauen und Kindern darstellte. Dabei wurden Kinder aneinandergebunden – eine Darstellung, die nach Absprache mit der Polizei vom Verantwortlichen der Veranstaltung schnell gestoppt wurde.

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Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) verurteilte die Einbindung von Kindern in die Nachstellung scharf. Es sei inakzeptabel, Kinder bei Kundgebungen zu instrumentalisieren und auszunutzen. Auch das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA) kritisierte die Demonstration, bezeichnete sie als islamistisch und warf den Teilnehmern vor, Symbole islamistischen Terrors zu unterstützen.

Die zuständige Einsatzleitung untersagte die Darstellung während eines Koordinierungsgesprächs mit den Veranstaltern. Trotz der Kontroverse blieb der Marsch selbst friedlich. Die Behörden bestätigten, dass es während der Veranstaltung zu keinen Straftaten kam.

Quelle