10 April 2026, 12:32

AfD nutzt Berliner Messerangriffe als Wahlkampfstrategie vor der Abstimmung

Ein schildförmiges Polizeibadged mit 'Polizei Berlin' in schwarzer Schrift auf einem blauen Hintergrund, das ein weißes Stern in der Mitte und einen weißen Rand hat.

AfD nutzt Berliner Messerangriffe als Wahlkampfstrategie vor der Abstimmung

Messattacken in Berlin sind vor den anstehenden Wahlen zu einem zentralen Wahlkampfthema geworden. Die rechtspopulistische AfD (Alternative für Deutschland) hat eine Kampagne gestartet, die den Anstieg gewalttätiger Vorfälle in den Fokus rückt – darunter eine Zunahme von Messerangriffen um 5,5 Prozent im vergangenen Jahr. Die Partei behauptet, ihre neue Datenerhebung werde die Regierung zu mehr Transparenz zwingen.

Der Berliner Landesverband der AfD veröffentlichte kürzlich eine Übersicht zu polizeilich erfassten Messerdelikten, die für das Jahr 2024 insgesamt 3.412 Angriffe ausweist. Eine digitale "Messer-App" der Partei dokumentiert die Zahl der Vorfälle, Verletzungen und zeigt sogar die Tatorte auf einer Stadtkarte an. Die Parteivorsitzende Kristin Brinker warf der regierenden Koalition vor, entscheidende Informationen vorzuenthalten – etwa die Nationalität der Tatverdächtigen. Eine Praxis, die Berlin im Gegensatz zu den meisten anderen Bundesländern weiterhin anwendet.

Die AfD argumentiert, ein Abgleich zwischen Polizeieinsätzen und offiziellen Kriminalstatistiken offenbare erhebliche Lücken in der Berichterstattung. Sie fordert nun, weitere Daten öffentlich zugänglich zu machen, darunter auch die Herkunft der Verdächtigen. Gleichzeitig hat auch die Schusswaffenkriminalität stark zugenommen: Für 2025 verzeichnet die Statistik einen Anstieg von Feuerstraftaten um 68 Prozent.

Gegen die Kampagne der AfD regt sich jedoch Widerstand. Die Linke wirft der Partei vor, Kriminalstatistiken gezielt zu instrumentalisieren, um Ängste zu schüren und Stimmung gegen Migranten zu machen. Trotz der Kritik beharrt die AfD darauf, dass ihr Einsatz für Transparenz die Behörden dazu bringen werde, die steigende Gewalt wirksamer zu bekämpfen.

Die Debatte über Kriminalitätsdaten und öffentliche Sicherheit wird im Vorfeld der Berliner Wahlen weiter an Fahrt aufnehmen. Der Vorstoß der AfD für eine detailliertere Berichterstattung fällt in eine Zeit wachsender Besorgnis über gewalttätige Straftaten – sowohl Messer- als auch Schusswaffendelikte nehmen zu. Wie die Regierung auf diese Forderungen reagiert, könnte die politische Landschaft in den kommenden Monaten prägen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle