Zoll findet 3.500 Zigaretten in Geheimfach am Flughafen Karlsruhe
Zollbeamte am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden hielten am Mittwoch, dem 20. August 2025, einen Reisenden auf, der aus der Türkei eingereist war. In einem speziell umgebauten Koffer wurden über 3.500 Zigaretten entdeckt. Der Mann steht nun unter dem Verdacht des versuchten Steuerbetrugs und des gewerbsmäßigen Schmuggels.
Die Beschlagnahmung erfolgte, nachdem die Beamten das Gepäck des Reisenden überprüft hatten. In einem Koffer stießen sie auf ein verstecktes Fach mit einem durch Stoffband verstärkten "Doppelboden". In diesem Hohlraum befanden sich mehr als 3.500 Zigaretten, für die etwa 1.400 Euro an Einfuhrabgaben hätten entrichtet werden müssen.
Bevor der Mann seine Reise fortsetzen durfte, musste er die ausstehenden Abgaben begleichen und eine Sicherheitsleistung hinterlegen. Dieser Vorfall reiht sich in zwei weitere spektakuläre Fälle von Tabakschmuggel in Deutschland in diesem Jahr ein. Im Februar deckte eine Großrazzia rund 170.000 geschmuggelte Zigaretten auf, die in mehreren Bundesländern zu Steuerausfällen von über 500.000 Euro führten. Der Hauptverdächtige in diesem Fall wurde am 8. Februar festgenommen. Nur wenige Tage später, am 17. Februar, wurden in Eisenach weitere 1.000 unversteuerte E-Zigaretten sichergestellt.
Die jüngste Beschlagnahmung am Flughafen Karlsruhe ist ein weiterer Fall in der wachsenden Zahl von Schmuggelversuchen im Jahr 2025. In allen Fällen gingen die Behörden gegen die Täter vor, trieben die ausstehenden Abgaben ein und leiteten rechtliche Schritte ein. Dem Reisenden aus Antalya drohen nun mögliche Anklagen wegen Steuerhinterziehung und Schmuggels.






