Zeaborn und Intermarine fusionieren zu neuem Schwergutschifffahrts-Riesen Zeamarine
Cetin GeißlerZeaborn und Intermarine fusionieren zu neuem Schwergutschifffahrts-Riesen Zeamarine
Zwei große Reedereien, Zeaborn und Intermarine, haben sich auf eine Fusion ihrer Geschäftsbereiche geeinigt. Durch den Zusammenschluss entsteht ein neues Joint Venture namens Zeamarine, das sich als drittgrößter Anbieter im Bereich der Multipurpose- und Schwergutschifffahrt weltweit positionieren wird. Bevor die Fusion abgeschlossen werden kann, stehen jedoch noch rechtliche Genehmigungen und die kartellrechtliche Freigabe aus.
Die Fusion vereint Zeaborn, an dem der Bremer Unternehmer Kurt Zech mehrheitlich beteiligt ist, mit Intermarine, das von der New Yorker Investmentgesellschaft New York Capital kontrolliert wird. Zeaborn wird die Mehrheit am neu gegründeten Unternehmen Zeamarine halten.
Rechtlich wurde Zeaborn von der Kanzlei Watson Farley & Williams (WFW) beraten, wobei das Hamburger Team unter der Leitung des Schifffahrtsexperten Christian Finnern stand. Das fusionierte Unternehmen wird global agieren und Niederlassungen in Deutschland, den USA, Dänemark, Zypern, Japan, Belgien, Singapur, Südkorea, China, Malaysia und Dubai unterhalten.
In einer separaten juristischen Entwicklung errang Baden-Württemberg einen Sieg gegen das Bundeskartellamt in einem langjährigen Holzstreit. Der Bundesgerichtshof entschied, dass das Kartellamt nicht befugt war, den Fall wiederaufzunehmen, nachdem es die 2008 vom Land eingegangenen Verpflichtungen bereits als rechtlich bindend anerkannt hatte.
Die Fusion von Zeaborn und Intermarine schafft eine bedeutende neue Kraft in der Schifffahrtsbranche. Sobald die kartellrechtlichen Genehmigungen vorliegen, wird Zeamarine mit einer starken globalen Präsenz den Betrieb aufnehmen. Der Deal markiert einen weiteren Schritt in der Konsolidierung des Multipurpose- und Schwergutschifffahrtssektors.






