30 April 2026, 04:32

Wie ein Dorf in Baden-Württemberg Deutschlands schnellstes Internet baute

Nahaufnahme eines Glasfaserkabels mit blauen und wei├čen Lichtern auf schwarzem Hintergrund.

Wie ein Dorf in Baden-Württemberg Deutschlands schnellstes Internet baute

Ein kleines Städtchen in Baden-Württemberg bietet nun eines der schnellsten Internets Deutschlands

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Hohentengen am Hochrhein hat nach der Weigerung privater Telekommunikationsunternehmen, die Region auszubauen, ein eigenes Glasfasernetz errichtet. Heute surfen fast alle Haushalte mit Geschwindigkeiten von 1.000 Mbit/s – zehnmal schneller als der deutsche Durchschnitt.

Das Projekt startete 2006, nachdem Verhandlungen mit großen Anbietern gescheitert waren. Statt zu warten, nahm die Gemeinde die Sache selbst in die Hand. Kurz darauf begannen die Bauarbeiten, wobei besonders auf möglichst geringe Straßen-sperrungen und Beeinträchtigungen geachtet wurde.

Das Netz erstreckt sich heute über 90 Kilometer und umfasst mehr als 10.000 Kilometer Kabel. Finanziert wurde es vor allem durch Kredite, wobei die Kommune zusätzlich 465.000 Euro aus eigenen Mitteln beisteuerte. Die Einwohner zahlen 69 Euro monatlich für ein Paket mit 1-Gbit/s-Internet, Telefonie und Fernsehen.

Die Resonanz ist überwältigend: 96 Prozent der Haushalte haben sich angeschlossen. Der Erfolg hat sogar dazu geführt, dass Hohentengen benachbarte Landkreise berät. Waldshut plant nun unter Mithilfe der Gemeinde ein ähnliches Hochleistungs-Backbone-Netz.

Die Investition in digitale Infrastruktur hat sich für Hohentengen ausgezahlt. Durch den eigeninitiativen Ansatz verfügt heute fast die gesamte Bevölkerung über schnelles, zuverlässiges Internet. Andere Regionen wollen das Erfolgsmodell nun übernehmen, um ihre eigene Anbindung zu verbessern.

Quelle