Widersprüchliche Urteile verändern den Abstiegskampf in der Oberliga dramatisch
Cetin GeißlerWidersprüchliche Urteile verändern den Abstiegskampf in der Oberliga dramatisch
Ein Sportgericht hat in zwei nahezu identischen Wechselfehlern in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar widersprüchliche Urteile gefällt. Beide Fälle betrafen zu viele Auswechslungen, doch die Konsequenzen fielen völlig unterschiedlich aus. Die Entscheidungen haben nun die Tabelle und den Abstiegskampf entscheidend verändert.
Im ersten Fall wechselte der FV Diefflen im Spiel gegen den SC Idar-Oberstein ein sechstes Mal aus. Das Gericht wertete die Partie mit einem 2:0-Sieg für Idar-Oberstein, strich damit das ursprüngliche Ergebnis von Diefflen und bescherte Idar-Oberstein drei wertvolle Punkte. Dadurch rückte der Verein in der Tabelle an Diefflen vorbei.
Im zweiten Fall setzte der FC Cosmos Koblenz im Derby gegen Rot-Weiss Koblenz ebenfalls einen zusätzlichen Spieler ein. Hier entschied das Gericht jedoch, Cosmos drei Punkte abzuziehen, ließ das Spielergebnis aber bestehen. Anders als im Fall Diefflen blieb das Resultat auf dem Platz also gültig.
Während die beiden Koblenzer Vereine sich sicher im Mittelfeld der Tabelle befinden und keine Abstiegsgefahr droht, hat Idar-Oberstein durch die unerwartete Punktzugabe bessere Chancen, auf Kosten Diefflens die Klasse zu halten.
Die unterschiedlichen Urteile des Gerichts wirken sich direkt auf den Abstiegskampf aus: Idar-Oberstein hat Boden gutgemacht, Diefflen hingegen Punkte und Plätze verloren. Die Fälle zeigen, wie ähnliche Regelverstöße zu völlig unterschiedlichen Folgen in der Liga führen können.






