Tragischer Bahnunfall in Markelfingen: Gänseeltern sterben – Küken vermisst
Juliane SontagTragischer Bahnunfall in Markelfingen: Gänseeltern sterben – Küken vermisst
Tragischer Unfall am Naturfreundehaus in Markelfingen: Zug erfasst Gänseeltern – Küken vermisst
Am 25. April ereignete sich in der Nähe des Naturfreundehauses in Markelfingen ein tragischer Vorfall: Ein Zug erfasste ein Gänsepaar und tötete die Tiere. Die zurückgelassenen Jungtiere wurden zu Waisen – nur ein Küken konnte von einem Tierrettungsteam gerettet werden. Der Verbleib der übrigen Geschwister ist weiterhin unklar.
Die Gänse waren auf der Strecke zwischen Radolfzell und Konstanz von einem Zug erfasst worden. Nach dem Zusammenstoß flüchteten die verängstigten Küken ins nahegelegene Gebüsch, um Schutz zu suchen. Zugführer drosselten daraufhin ihre Geschwindigkeit und fuhren besonders vorsichtig weiter, um weitere Schäden zu vermeiden.
Die Bundespolizei aus Konstanz traf kurz nach dem Vorfall am Unglücksort ein. Ihre vorrangige Aufgabe bestand darin, Schaulustige von den Gleisen fernzuhalten, da Bahnanlagen erhebliche Gefahren bergen. Die Behörden wiesen die Bevölkerung erneut darauf hin, Gleisanlagen bei Sichtungen von Tieren auf keinen Fall zu betreten. Stattdessen solle umgehend die Polizei kontaktiert werden, um Hilfe zu organisieren.
Züge nähern sich oft fast geräuschlos, was es schwer macht, sie rechtzeitig zu bemerken. Die langen Bremswege erhöhen die Gefahr für Wildtiere zusätzlich. Während es bereits dokumentierte Vorfälle mit Wildschweinen und Schwänen gibt, liegen keine aktuellen Zahlen zu Gänsefamilien vor, die auf deutschen Schienen durch ähnliche Unfälle ums Leben kamen.
Dem Rettungsteam gelang es, eines der Küken zu bergen, doch das Schicksal seiner Geschwister bleibt ungewiss. Die Behörden warnen weiterhin eindringlich davor, Gleisanlagen zu betreten, und betonen, wie wichtig es ist, Tiere auf den Schienen zu melden, um weitere Unfälle zu verhindern. Der Vorfall unterstreicht die Gefahren, die Züge für Wildtiere darstellen – besonders in der Brutzeit.






