Tialini verschwindet: Warum die italienische Restaurantkette Deutschland verlässt
Cetin GeißlerTialini verschwindet: Warum die italienische Restaurantkette Deutschland verlässt
Tialini, die italienische Restaurantkette, die einst Deutschlands Gastronomieszene revolutionieren wollte, ist nun komplett aus dem Land verschwunden. Die 2013 vom ehemaligen Porsche-Chef Wendelin Wiedeking gegründete Kette hatte ursprünglich geplant, auf etwa 20 Standorte zu expandieren, eröffnete aber letztlich nur fünf, bevor sie endgültig die Türen schloss.
Das erste Tialini-Restaurant in Ludwigshafen stellte Ende Juni 2025 den Betrieb ein. Bis zum 19. März 2026 hatte auch der letzte Standort in Karlsruhe geschlossen – damit endete die Präsenz der Kette in Deutschland. Jede Schließung wurde mit einem Aushang an der Restauranttür bekannt gegeben.
Im Juli 2025 bestätigte Alena Wiedeking, die Schwiegertochter von Wendelin Wiedeking und Geschäftsführerin von Tialini, den vollständigen Rückzug vom deutschen Markt. Der Schritt folgte auf Jahre des Kampfes um eine feste Positionierung, obwohl das ursprüngliche Konzept auf hochwertiges Essen und Service setzte.
Mit dem Abzug aus Deutschland bleiben die ehemaligen Tialini-Standorte zurück, von denen einige von anderen Ketten wie L'Osteria übernommen wurden. Öffentliche Informationen darüber, wie sich diese Locations seit der Übernahme entwickeln, gibt es jedoch nicht.
Da nun alle fünf Tialini-Restaurants geschlossen sind, wird Platz für neue gastronomische Projekte frei. Das Ende der deutschen Aktivitäten markiert auch eine Neuausrichtung des Unternehmens, auch wenn bisher keine weiteren Pläne bekannt gegeben wurden. Die Marke hinterlässt eine Lücke in dem Markt, den sie einst dominieren wollte.






